Surfschein machen: Inhalt und Ablauf der Prüfung

Auf den ersten Blick ein Kinderspiel entpuppt der Surfschein doch mit seinem theoretischen und praktischen Teil die eine oder andere Tücke.


Wer sich beispielsweise im Urlaub ein Surfbrett ausleihen möchte, sollte einen Surfschein vorweisen können. Auch wer sich mit eigenem Material auf das Wasser wagt, kann sich durch theoretische und praktische Kenntnis und das Ablegen einer Prüfung mehr Sicherheit auf dem Wasser verschaffen. Die Prüfung für den Surfschein wird von jeder Surfschule, welche Mitglied im Verband Deutscher Wassersport Schulen e.V. (VDWS) ist, abgenommen werden.

 

Theoretischer Prüfungsteil

Die theoretische Prüfung findet in der Form statt, dass ein Fragebogen ausgefüllt wird. Hierbei muss eine Mindestpunktzahl erreicht werden. Wird diese verfehlt, so besteht die Möglichkeit in einer mündlichen Zusatzprüfung, die fehlenden Punkte aufzuholen und somit die theoretische Prüfung dennoch zu bestehen. Die Prüfung kann aber auch nach angemessener Zeit zum Lernen wiederholt werden.
Zum Inhalt der theoretischen Prüfung gehören Materialkunde, eine allgemeine Kenntnis der zugrundeliegenden Gesetze, Segeltheorie, Sicherheit, Natur und Umwelt, Arten der notwendigen Knoten und ihre Anwendung.
Zur Vorbereitung gibt es ein Lehrbuch des VDWS, in welchem auch Prüfungsfragen abgedruckt sind. Dies ist sicherlich die beste Art, sich auf die Prüfung vorzubereiten.

Praktischer Prüfungsteil

Die praktische Prüfung besteht aus dem Nachweis, dass man die notwendigen Handgriffen wie das Auf- und Abriggen des Segels und Masts beherrscht inklusive Vorführen der Knoten, Segelaufholen, Demonstration der Grundstellung auf dem Brett sowie das Ausrichten des Brettes.
Weiterhin sollte der Schüler das Starten und Steuern beherrschen. Es werden ihm verschiedene Kurse vorgegeben, welche er surfen muss. Darin eingeschlossen ist dann das Vorführen von Wende und Halse. Gezeigt werden muss auch sicheres Verhalten im Falle eines Notfalls, wie beispielsweise ein Notstopp und Kreuzen nach Luv.
Die praktische Prüfung findet bei einer Windgeschwindigkeit von bis zu drei Beaufort statt. Sie gilt als bestanden, wenn die geforderten Übungen und Manöver sicher durchgeführt wurden. Notwendig ist zudem, dass der Schüler bei normalen Wind- und Wellenbedingungen wieder zu seinem Ausgangspunkt am Strand zurückkehrt.
Teile der praktischen Prüfung können bereits im Rahmen eines zuvor belegten Surfkurses vom Kursleiter abgeprüft werden, dies kann die praktische Prüfung erheblich verkürzen. Teilweise bieten Schulen nach vorheriger Absprache auch das Ablegen der Prüfung zum Surfschein ohne vorherigen Kurs an, wenn der Schüler bereits über entsprechende Kenntnisse verfügt.