Sushi essen: Ein wenig Japan auf dem Teller

Wer sich das erste Mal damit konfrontiert sieht, Sushi zu essen, sollte nicht verzagen. Kennt man die Grundzüge, ist die japanische Spezialität leicht zu verzehren.


Eigentlich ist Sushi japanisches Fingerfood – die mundgerechten, belegten oder gerollten Häppchen aus kaltem, mit Essig gesäuertem Reis, Nori, also geröstetem und getrocknetem Seetang, sowie rohem Fisch und eventuell Ei oder Gemüse lassen sich gut mit den Fingern verspeisen. Doch ist dies unter echten Sushikennern nicht ein Fauxpas? 

Mit Stäbchen oder Fingern?

  • Sushi zu essen gehört immer noch zu den exotischen Varianten. Insbesondere auf dem Land ist die japanische Köstlichkeit wenig verbreitet. Deswegen ist es bei einem Dinner durchaus angemessen, wenn der Gastgeber Sushi-Neulingen das Gericht und den korrekten Verzehr erläutert. Auch über den kulturellen Hintergrund der Speise kann der Gastgeber aufklären.
  • Traditionell wird Sushi mit japanischen Stäbchen gegessen. Es ist jedoch auch in Ordnung, die Hände zu benutzen. Hierfür gibt es eine heiß-feuchte Serviette, das Oshibori. Damit können Sie sich sowohl die Hände als auch das Gesicht reinigen. Generell beißt man nicht vom Sushi ab. Wem der Happen zu groß ist, muss sich jedoch nicht schämen: Einen Fauxpas stellt das Abbeißen nicht dar. 
  • Die Hashi, die japanischen Stäbchen, fasst man im oberen Drittel an, sodass beide Enden auf einer Höhe sind. Ein Stäbchen gehört in die Mulde zwischen Daumen und Zeigefinger, das andere Stäbchen müssen Sie mit den Kuppen des Daumens und des Zeigefingers anfassen. Macht man gerade eine Pause, legt man die Stäbchen auf eine kleine Schale, die speziell als Ablage für die Hashi dient. 

Wohin mit Sojasauce, Wasabi und Ingwer?

  • Wenn man Sushi essen geht, werden kleine Schälchen mit Sojasauce (Shoyu) und Wasabi gereicht. Wasabi ist eine Paste aus sehr scharfem, grünen Meerrettich. Meist reicht hier bereits sehr wenig, um für ein wenig Schärfe zu sorgen. Mischen Sie einen kleinen Klecks des Wasabis mit der Sojasauce. 
  • Vor dem Verzehr taucht man den Happen dann in die Sauce. Achten Sie hierbei unbedingt darauf, dass der Reis nicht auseinanderfällt. Tunken Sie daher nur die Fischseite in die Sauce. Die Reisseite würde sich zu schnell vollsaugen und so außerdem den feinen Fischgeschmack übertünchen. 
  • Eingelegter Ingwer (Gari) wird ebenfalls zum Sushi gereicht, diesen verspeist man jedoch nicht zusammen mit dem Fisch. Er dient dazu, den Geschmack im Mund zwischen den Häppchen zu neutralisieren und so den Gaumen auf ein neues Geschmackserlebnis vorzubereiten. Als Getränke zum Sushi eignen sich grüner Tee oder Sake.