Symptome bei Depressionen

Die Symptome bei Depressionen lassen sich meist auf eine gestörte Selbstwahrnehmung und ein nicht vorhandenes Selbstwertgefühl zurückführen.


Die Symptome bei Depressionen sind sehr vielfältig. Häufig zeigt sich ein gestörtes Bild der Wahrnehmung der eigenen Persönlichkeit sowie starke Selbstzweifel.


Symptome bei Depressionen: Depressiver Wahn
Die meisten Menschen, die unter Depressionen leiden, haben eine gestörte Selbstwahrnehmung. Sie schätzen sich grundsätzlich falsch ein, denken zum Beispiel, sie hätten im Leben alles falsch gemacht. Häufig kommt es bei Depressiven zu schweren Selbstvorwürfen. Was auch in der Umwelt passiert, der Depressive fühlt sich schuldig. Diese Selbstvorwürfe können sich sogar zu einem depressiven Wahn entwickeln. Ein depressiver Wahn ist die krankhafte Überzeugung nichts wert zu sein. Die Schuld an all dem Unglück ist man stets selbst und dafür muss man bestraft werden.

Eingeschränktes Selbstwertgefühl
Das Selbstwertgefühl bei depressiven Menschen ist in der Regel wenig bis gar nicht ausgeprägt. Oft schlägt das negative Denken über sich selbst in regelrechten Selbsthass um. Der Depressive hat starke Minderwertigkeitskomplexe und verspürt überall eine Unsicherheit, grübelt viel. Das Selbstvertrauen ist dahin, der Depressive kann sich selbst nicht mehr realistisch einschätzen. Er ist der Meinung, dass er nichts mehr leisten kann, ständig versagt und deswegen einfach nicht liebenswert ist. Er fühlt sich wertlos und geht davon aus, dass andere ihn gar nicht lieben können, denn sie sehen ihn ja schließlich in demselben schlechten Licht. Depressive Menschen sind meist pessimistisch veranlagt. Probleme sind immer gleich eine unüberwindbare Hürde, nicht zu schaffen und generell einfach immer nur negativ. Diese Gedanken führen zu einer fast unerträglichen Ratlosigkeit. Die pessimistische Einstellung geht meist mit den „übertriebenen“ Selbstzweifeln einher. 

Selbstmordgefahr
Das Selbstmordrisiko ist bei unbehandelten Depressionen sehr hoch. Das Leben fühlt sich sinnlos an, der Erkrankte fühlt sich nicht zur Welt dazu gehörig, der Wunsch nach Ruhe und Lösung ist so groß, dass sich der Betroffene selbst etwas antun möchte. Der Tod gilt als einzige Möglichkeit, dem unglücklichen Leben ein Ende zu setzen. Es wäre sowieso besser, wenn der Schuldige, der Depressive, nicht mehr da wäre. Etwa 10 bis 15 Prozent der an Depressionen erkrankten Menschen begehen Selbstmord, die Zahl der Suizidversuche liegt sogar noch um Einiges höher. Damit zählen Depressionen zu den zehn häufigsten Todesursachen. Es sterben mehr Menschen durch den selbst gewählten Tod als durch Verkehrsunfälle, Gewaltdelikte oder AIDS zusammen.