Symptome beim Erschöpfungssyndrom: Woran sind sie zu erkennen?

Von der um sich greifenden Erkrankung Erschöpfungssyndrom, welche neben unsicherer Symptome und unklarer Prognose dringend einer indivieuellen Therapie bedarf.


In der Fachsprache spricht man vom Chronischen Erschöpfungssyndrom (in der englischen Form: Chronic Fatigue Syndrom, CFS). Umgangssprachlich hingegen ist meist vom Burn Out, dem sogenannten "Ausgebrannt Sein," die Rede. Es handelt sich dabei keineswegs um eine eindimensionale Krankheit und offensichtliche Symptome, die sicher und schnell erkannt werden kann. Daher müssen Diagnose, Ursachenforschung und Therapie stark an die individuellen Bedürfnisse der erkrankten Person angepasst werden.

Allgemeine Verbreitung in Deutschland

Über die Verbreitung vom Erschöpfungssyndrom und seiner Symptome in Deutschland gibt es heute keine gesicherten Daten. Hinzu kommt die Schwierigkeit, daß die Symptome sich teilweise mit anderen Erkrankungen überschneiden. Eine eindeutige Diagnose bedarf daher einiger Sorgfalt. Auch ist zu beachten, daß die Krankheit zu den eher jüngeren in der Zivilisationsgeschichte gehört und so noch nicht hinreichend erforscht worden ist.

Diagnose und Symptomatik

Die Diagnostik erfolgt insbesondere durch die ärztliche Anamnese, da bloße Laborwerte keine validen Aussagen über eine Erkrankung am Erschöpfungssyndrom bieten können. Auch in der Medizintechnik gibt es hier keine spezifische Apparatur. Die Diagnose wird in die Ebenen Haupt- und Nebenkriterien unterteilt. Im ersteren Fall ist vor allem von Müdigkeit die Rede, welche einerseits eine normale Ermüdung übersteigt, andererseits mindestens sechs Monate anhält. Dazu scheint sie weder durch physische noch psychische Ursachen bedingt zu sein. Dieses Symptom entwickelt sich dabei meist innerhalb weniger Tage, manchmal gar Stunden. Doch auch schleichende Verschlechterungen des Allgemeinzustands sind bekannt. Die Nebenkriterien des Erschöpfungssyndroms sind weiter gefaßt und machen sich vor allem körperlich bemerkbar. Hier sind grippeähnliche Symptome zu nennen wie Fieber, Schüttelfrost, Kopf-, Muskel- und Halsschmerz, Schwellung der Lymphknoten, teilweise Gelenkschmerzen. Zu einer erhöhten Konzentrationsschwäche können auch Schlafstörungen kommen.

 

Weitere, eher der seelischen Befindlichkeit zugeordnete Symptome können Antriebsmangel oder depressive Verstimmung sein. Hier ist die deutliche Abgrenzung zu anderen Erkrankungen besonders schwierig, da die Artikulation psychischer Leiden diffus ausfallen kann. Daher sind die Expertise und Erfahrung der behandelnden Ärztin bzw. des Arztes gefragt. Zur klaren Abgrenzung zu anderen Erkrankungen sind folgende Ausschlußkriterien gegeben: HIV, Tuberkulose, Stoffwechsel- wie Autoimmunerkrankungen, Hepatitis B oder C, Borreliose sowie Depressionen. Dabei schließt gerade im letzteren Fall die eine Erkrankung die anderen nicht aus. Schließlich ist zu beachten, welche Medikamente der Patient einnimmt und welchen besonderen Belastungen er ausgesetzt ist.

Prognose und Ausblick

Die Minderung von Leistungsfähigkeit wie die Lebensqualität kann nach eingetretener Erkrankung jahrelang anhalten. Die Rückfallgefahr ist bei dem Erschöpfungssyndrom besonders gegeben, und so ist die Forschungsarbeit über das Erschöpfungssyndrom von Seiten der Medizin, der Psychologie, wie auch der komplementär arbeitenden Heilpraktik noch lange nicht abgeschlossen.