Symptome von Morbus Basedow - Hintergründe einer Schilddrüsenerkrankung

Symptome von Morbus Basedow sind nicht immer gleich als solche zu erkennen, im Zweifelsfall sollten Sie einen Arzt aufsuchen


Symptome von Morbus Basedow schleichen sich oft langsam ein und können sehr vielseitig sein. Der Betroffene merkt zunächst kaum etwas davon. Dabei treten nicht nur Schilddrüsen-Überfunktionssymptome auf, sondern auch Symptome der Immunerkrankung und gelegentlich auch Symptome der Schilddrüsenunterfunktion.

 

 

Die Symptome im Einzelnen

  • Im Vordergrund stehen am Anfang die Symptome der Überfunktion. Viele Patienten gewöhnen sich recht schnell an die Symptome und führen dies auf den Stress zurück, den sie im Moment vielleicht haben. 

 

  • Bei Nichterkennen von Morbus Basedow kann es zu lebensbedrohlichen Hormon-vergiftungen kommen. Die Symptome einer Schilddrüsen-Überfunktion sind die sogenannten Allgemeinsymptome, wie gelegentliches nervös sein oder vermehrtes Schwitzen. 

 

  • Wenn dann noch die Symptome Schlaflosigkeit, Gewichtsverlust trotz Heißhunger, Durchfall, übermäßiges Schwitzen, Herzklopfen und Zittern hinzu kommen und diese sich nicht spontan bessern, sollte der Arzt aufgesucht werden.

 

  • Häufige Symptome von Morbus Basedow sind aber auch Reizbarkeit, Rastlosigkeit, Nervosität, Herzrasen, Störungen der Menstruationszyklen, Kopfschmerzen, hoher Blutdruck, Durchfall, Heißhunger und Durst, Muskelschwäche und Muskelschmerzen, hoher Blutdruck und die Zunahme der sexuellen Bedürfnisse.

 

  • Es gibt Familien in denen die Symptome von Morbus Basedow häufiger auftreten. Das spricht für eine erbliche Weitergabe der Krankheitsanlage. Aber nicht jeder, der diese Erbanlagen in sich trägt, wird auch krank. Weitere Auslöser um krank zu werden sind Hormonveränderungen, Infektionen, Stress oder Jodbelastung.

 

Selbst Symptome erkennen

  • Wenn Sie an Morbus Basedow erkrankt sind, müssen Sie lernen, ihren Körper genau zu beobachten, denn Körperveränderungen können Hinweise dafür sein, dass eine unzureichende hormonelle Einstellung vorliegt. Sie sollten daher ihr Gewicht, den Blutdruck und die Pulsfrequenz regelmäßig kontrollieren. 

 

  • Das Notieren der Werte sollte dabei zur Routine gehören. Wichtig für Sie ist, dass Sie ihren Empfindungen und sich selber vertrauen, denn Sie allein wissen und merken, wie es ihnen im Moment geht. Unterstützend zu den drei folgenden Therapiemöglichkeiten können Entspannungstechniken, Akkupunktur oder Psychotherapie wirken.

 

  1. Die medikamentöse Therapie: Dabei wird die übermäßige Hormonproduktion unterdrückt.
  2. Die Radiojodbehandlung: Hier wird das Schilddrüsengewebe radioaktiv bestrahlt und dadurch aufgelöst.
  3. Die Entfernung der Schilddrüse: Vollständig oder nur teilweise durch eine Operation.