Tätowierungen im Beruf

Tätowierungen im Beruf sind meist unangebracht. So ist beispielsweise jemand, der Ihnen einen Kredit ausstellt, wohl kaum im Gesicht tätowiert.


Wer vor langer Zeit mit einem Metallstäbchen oder mit Farben verziert nach Hause kam, galt als Exot. Heute allerdings ist es gar nicht mehr so außergewöhnlich, sich in einem Tattoostudio auf ewig verzieren oder sich beim Kosmetiker einen Ring durch die Nase jagen zu lassen. Das Wort Schönheit hat nicht mehr nur eine einzige Definition. Schließlich gibt es viele ansehnliche und ästhetische Tätowierungen, die alles andere als radikal und rowdyhaft daherkommen. Auch verstärken Tätowierungen, wenn sie gut gemacht und außergewöhnlich sind, den eigenen Typ und signalisieren einen starken Charakter – es sei denn, es handelt sich um eine kleine Rose oder den springenden Delfin auf der Schulter. Doch nicht überall sind Menschen so tolerant wie in der Freizeit. Denn dort kann es anderen egal sein, was der Einzelne mit seinem Körper anstellt. Bei Tätowierungen im Beruf kommt es schon ganz stark auf einen toleranten Chef an, oder auf eine passend zum Tattoo ausgerichtete Arbeitsstelle.

Gastronomie und Finanzen

  • Tätowierungen im Beruf sind nicht erwünscht, wenn es um den Dienstleistungsbereich geht. Egal, ob es hinter der Bäckerei-Theke, im Tante-Emma-Laden oder an der Bar im Edelhotel ist – Tattoos sind in Gastronomie und bei anderen Dienstleistern in fast allen Fällen nicht erwünscht. Sie sollten dann verdeckt, überklebt oder überschminkt werden, wenn Sie in diesen Bereichen trotzdem weiterhin arbeiten möchten.
  • Das Gleiche gilt für Piercings. Ein über und über durchstochener Mensch, der einem die Brötchen in die Tüte steckt, ist nicht gern gesehen. Vor allem die ältere Kundschaft wird dann misstrauisch und bleibt womöglich weg. Denn auch, wenn das ein Vorurteil ist, das längst nicht auf jeden Menschen zutrifft, so erweckt ein tätowierter und gepiercter Mensch mit vielleicht zusätzlich auffällig rot gefärbten Haaren den Eindruck, „unsauber“ und unseriös zu sein. Wer keinen toleranten Chef hat, sollte sich doch lieber um die Vertuschung des exzentrischen Aussehens bemühen.
  • Auch dann, wenn es um einen Job im Finanzbereich geht, sind Körperschmuck und -bemalung nicht gern gesehen. Schließlich möchte man seinem Bankberater doch gern sein Geld anvertrauen – das fällt schwerer, wenn dieser am Hals mit Totenköpfen verziert ist. Auch Versicherungen stellen die Bedingung, eventuell vorhandene Verzierungen herauszunehmen oder abzudecken. Leider ist es aber meist so, dass Bewerber, die am Handgelenk eine Tätowierung aufweisen, erst gar nicht eingestellt werden. Selbst eine Abdeckung des Bildes wäre dann zu auffällig.

Tätowierungen im Beruf: Bewerbung

  • Viele Menschen wissen es, anderen wiederum ist es neu: Wer sich für eine Stelle bewirbt, sollte meistens eventuell vorhandenen Köperschmuck herausnehmen oder Tätowierungen abdecken. Auch wenn es für die angestrebte Stelle nicht unbedingt nötig sein sollte, bewegt man sich doch auf der sicherer Seite. Denn es ist nie klar, wie ein Chef zur Tätowierung steht. Im Zweifelsfall hinterlässt es auch bei ihm einen unseriösen Eindruck, und der Bewerber wird ausgeschlossen. Allerdings stellt sich nach erfolgter Einstellung die Frage, wie der verzierte Angestellte weiter verfahren soll. Hier hilft ein offenes Gespräch mit dem Arbeitgeber weiter.
  • Letztendlich sollte sich derjenige, der sich beispielsweise eine Tätowierung zulegen will, schon im Voraus Gedanken darüber machen, wie sich die Körperverzierung mit dem angestrebten oder ausgeübten Beruf verträgt. Besser sind Körperbemalungen, die nicht ins Auge springen. Denn dann müssen Sie im Sommer nicht ständig mit langen Ärmeln herumlaufen.