Tagträume - eine Energiequelle im Alltag

Jeder kennt sie aus allen möglichen Situationen, ob bei der Arbeit im Büro oder im Bus: die Tagträume. Die Gedanken schweifen ab und wir hängen den unterschiedlichsten Träumen nach. Doch dies ist nicht einfach nur ein Konzentrationsmangel, vielmehr handelt es sich um gesunde Ruhephasen, in denen wir Energie tanken.


Diese kleinen geistigen Auszeiten gehören fest zu unserem Alltag. Fast 40 Prozent unserer wachen Zeit verbringen wir mit Tagträumen. Oft sind sie nur fünf bis 40 Sekunden lang, weil wir uns recht schnell wieder zusammenreißen und auf die jeweilige Tätigkeit konzentrieren. Dabei sollten wir sie viel öfter bewusst genießen und aus ihnen lernen. Denn in diesen Träumereien steckt viel von unserer Persönlichkeit, unseren geheimen oder unbewussten Wünschen und Sorgen. Sie bilden eine Verbindung zwischen Fantasie und Alltag und helfen uns zu entspannen.

Wobei Tagträume uns helfen
Tagträume sind oft ein Schlüssel zu unserer Persönlichkeit. Sie haben viel mit normalen Träumen gemeinsam, denn auch in ihnen verarbeiten wir aktuelle Dinge, die uns beschäftigen. Darin spiegeln sich unserer Hoffnungen und Wünsche, Ängste und Probleme und der Prozess des Träumens hilft sich damit auseinanderzusetzen, und beispielsweise unterschiedliche Lösungsansätze durchzuspielen. In Situationen, in denen bloßes nüchternes Überlegen nicht weiterhilft, machen Tagträume dieses zukünftige Ereignis in unserem Kopf zur Realität und eröffnen uns so neue Perspektiven.
Außerdem sind sie eine große Motivationshilfe. Wer sich tagsüber bei der langweiligen Arbeit in Strandfantasien flüchtet, weil demnächst ein Urlaub ansteht, kann sich wieder besser konzentrieren und für die Arbeit motivieren. Oder man beeinflusst einfach bewusst seine Stimmung, indem man sich in eine schöne Situation hineindenkt. Auch sind Tagträume die perfekte Gelegenheit, um die geheimsten und intimsten Wünsche und Träume so auszuleben, wie man es in der Realität niemals wagen würde. Beziehungsweise ist es die Möglichkeit sich seiner eigenen Wünsche erst einmal bewusst zu werden.

Tipps zum bewussten Tagträumen
Tagträumen kann man auch bewusst lernen. Dies bedeutet nicht, dass man sich aus der Realität flüchtet, sondern hilft vielmehr zum Beispiel Stressmanagement zu betreiben oder einfach langweilige Wartezeiten fantasievoll zu überbrücken.
Wenn Sie Schwierigkeiten haben sich bewusst in Tagträume hineinzudenken, können Sie sich diesen Übergang durch einige Tricks erleichtern. Obwohl diese Träumereien in wirklich jeder noch so ungünstigen Situation möglich sind, hilft es, wenn man sich an einen Ort zurück zieht an dem man sich wohl fühlt. Manchmal helfen bestimmte Farben, Symbole oder eine entspannende Musik seinen Gedanken freien Lauf zu lassen. Interessant ist auch das Führen eines Traumtagebuchs, dann können Sie im nachhinein auch versuchen ihre Träume zu deuten.