Taillen und Hüften: Was sie über die Körperform aussagen

Schlanke, wohlgeformte Taillen und Hüften zahlen sich aus – sowohl für die Gesundheit als auch für mehr Komplimente und Aufmerksamkeit.


Taillen und Hüften zählen sicher zu den aufregendsten Körperpartien von Frauen. Je mehr die Körperform der typischen Sanduhr-Silhouette entspricht, desto attraktiver wirkt die Frau. Das Verhältnis von Hüfte und Taille untereinander kann aber auch viele Informationen zur Gesundheit liefern. Auch für Männer, oder besser: Vor allem für Männer.

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Es ist eine einfache Wahrheit: Schlanke Taillen gelten als attraktiv. Nicht zu unrecht, da ist Evolutionsbiologie im Spiel. Die Silhouette ist ein Hinweis auf die Gesundheit und Fruchtbarkeit einer Frau. Je günstiger das Verhältnis von Taille zu Hüfte, desto wahrscheinlicher ist eine erfolgreiche Befruchtung. Männer wissen das instinktiv und "scannen" bei Frauen die Figur ab. Manchmal mehr, manchmal weniger auffällig.
Diese typische Körperform entwickelt sich in der Pubertät, wenn die gesamte Figur fraulicher wird. Wie stark die Ausprägung ist, hängt von der individuellen genetischen Veranlagung, der Ernährung und dem Verhältnis von männlichen und weiblichen Genen ab. Später in den Wechseljahren nimmt das günstige Verhältnis von Taille zu Hüfte wieder ab.

Taillen sind der Indikator für unsere Gesundheit
Mit diesem Verhältnis beschäftigen sich auch Gesundheitsexperten. Es gibt Hinweise auf die Neigung zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen, weil es aufzeigt, wo die Fettdepots sitzen. Mehr Fett bedeutet ein höheres Risiko. Denn die gleiche Masse an Fett, die über den Muskeln liegt, befindet sich auch im inneren Bauchraum zwischen den Organen. Je mehr das ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit an Diabetes, Bluthochdruck und Arterienverkalkung zu erkranken. Diesen Gewichtstyp, der besonders am Bauch zunimmt, findet man vorwiegend bei Männern und nennt sich aufgrund der Silhouette "Apfeltyp". Auf die berühmte Bierwampe, die viele stolz vor sich her tragen muss man also nicht unbedingt neidisch sein.
Bei Frauen hingegen ist der "Birnentyp" verbreitet: Das Fett lagert sich an Po, Hüften und Oberschenkel ab. Dies ist ein andersartiges Fett als bei dem oben beschriebenen Körpertyp. Es ist nicht so stark in den gesamten Stoffwechsel eingebunden. Damit beeinflusst es die Blut- und Leberfettwerte nicht so massiv. Im höheren Alter führt dies allerdings auch zu den unbeliebten "Reiterhosen": Weil diese Fettdepots nicht so stoffwechselaktiv sind, lassen sie sich auch nicht so gut abbauen; das Abnehmen an diesen Regionen fällt schwerer. Hier helfen nur gezielte muskelaufbauende Übungen.

Wann sind Taillen schlank?
Ob Ihre Taillen schlank sind, lässt sich einfach feststellen – mal abgesehen von der Optik, die in manchen Fällen schon ein klarer Hinweis sein kann. Dazu berechnen Sie den sogenannten WHR (waist-to-hip-ratio): Messen Sie Ihren Bauch (auf der Höhe des Bauchnabels messen) und Ihre Taille (auf Höhe der Hüftknochen). Machen Sie das am besten vor einem Spiegel und morgens vor dem Frühstück.
Teilen Sie den Bauch- durch den Hüftumfang. Das Ergebnis ist der Quotient der beiden. Liegt er unter 0,8 sind Sie im normalen Bereich. Ein Wert darüber hinaus gilt als Übergewicht. Ab 0,85 wird von krankhafter Fettsucht gesprochen und sollte ärztlich betreut werden.