Tantiemen - wer hat einen Anspruch

Tantiemen sind eine individuell vereinbare Umsatzbeteiligung, die in erster Linie Vorstände und Manager bekommen.


Tantiemen, dieses Wort bringen viele Menschen mit Schriftstellern in Verbindung, da auch deren Beteiligungen am Umsatz ihrer Bücher als Tantiemen bezeichnet werden. Doch auch ganz andere Berufsgruppen profitieren von dieser Art der individuellen Vergütung. So sorgt dieses Verdienstmodell nicht selten dafür, dass ein gewisser Anreiz zu Höchstleistungen gegeben wird.

Was genau sind Tantiemen
Rein der Definition nach werden alle umsatzabhängigen Vergütungen als Tantiemen bezeichnet, die an Mitarbeiter, seien diese freiberuflich oder fest angestellt, ausbezahlt wird. Somit also nicht nur das Autorengehalt, welches diese durch einen umsatzabhängigen Anteil des Verkaufserlöses ihrer Werke bekommen. Was viele nicht wissen: alle Vergütungen, die ergebnisabhängig als vorher vereinbarter Teil des jeweiligen Umsatzes ausbezahlt werden, fallen unter diese Bezeichnung. Somit trifft diese Art der Vergütung bei Weitem nicht nur auf Autoren und Schriftsteller zu, sondern auf eine relativ breite Berufsgruppe.
Dabei ist hier eine Unterscheidung zu den Vergütungsarten der Provision und des Honorars zu machen, welche sich als Umsatzbeteiligung nach dem jeweiligen Geschäftsabschluss richten. Die Tantiemen jedoch richten sich nach dem gesamten Unternehmensgewinn. Ein Anspruch besteht jedoch nur, wenn diese spezielle Vergütungsform vertraglich festgehalten wird. Die Höhe hängt jeweils davon ab, was im Vorfeld ausgehandelt wurde und dann entsprechend auch vertraglich fixiert wurde. Da es sich hier also um eine vertraglich geregelte Umsatzbeteiligung am Jahreseinkommen eines Unternehmens handelt, kann hier auch von einer Art Gewinnbeteiligung gesprochen werden.

Wem stehen Tantiemen zu
Grundsätzlich ist dieses Vergütungsmodell in erster Linie von Musikern und Autoren sowie Schriftstellern bekannt. Doch dieses Vergütungsmodell wird auch im Bereich des Managements angewandt, ebenso werden Vorstände und teilweise auch Gesellschafter in dieser Art und Weise vergütet. Gehen diese Zahlungen an einen Arbeitnehmer, so sind sie im Rahmen der Einkommenssteuer als Einnahmen aus nicht selbständiger Arbeit zu versteuern. Werden diese Zahlungen jedoch an einen Gesellschafter als so genannte versteckte Gewinnausschüttung ausgeführt, dann wird das Finanzamt hier besonders aufmerksam. Es wird dann ausgiebig geprüft, ob eine solche Gewinnausschüttung in dergleichen Art und Weise auch an einen Gesellschafter außerhalb der GmbH ausgeschüttet worden wäre. Manager, Vorstände und alle anderen, die Tantiemen als Vergütungsform in ihrem Vertrag geregelt haben, können im Falle bestimmter Streitigkeiten, ihre Ansprüche vor dem jeweils zuständigen Arbeitsgericht geltend machen.