Tanzen lernen: Den eigenen Körper spüren

Viele Menschen verspüren das Gefühl, den eigenen Körper besser steuern zu wollen. Hierbei hilft es ihnen, wenn sie tanzen lernen.


Ob nun zur Abifeier, der eigenen Hochzeit oder der Silberhochzeit der Eltern – die Gelegenheiten, in denen ein wenig Tanzerfahrung ganz praktisch sein könnte, da sie einem Peinlichkeiten und Schamgefühle ersparen, sind massig gesät. Doch auch ohne diesen konkreten Anlass wollen viele Menschen das Tanzen lernen: um in der Disco die Mädels zu beeindrucken, als gemeinsam geteilte Erfahrung, die beziehungsfördernd wirkt oder einfach, um die Erotik und Magie der rhythmischen Bewegungen endlich einmal am eigenen Leib zu erfahren.

Tänze für jeden Geschmack

  • Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den Standardtänzen und den lateinamerikanischen Tänzen. Früher teilte man alle Gesellschaftstänze in die Standardkategorie, vor einigen Jahren einigte man sich jedoch auf internationaler Ebene, nur fünf Tänze als solche zu bezeichnen. Zu den Standardtänzen gehören: der Wiener Walzer, der Langsame Walzer, Tango, Slowfox und der Quickstep. 
  • Zu den lateinamerikanischen Tänzen wiederum zählen Samba, Cha-Cha-Cha, Rumba, Paso Doble und der Jive. Für beide Gruppen gibt es bestimmte Charakteristika, sodass auch Neulinge erkennen können, um was es sich handelt, selbst wenn der Name des betreffenden Tanzes nicht bekannt ist. So ist für die Standardtänze eine geschlossene Tanzhaltung typisch, die sich auch darin äußert, dass alle Drehungen um die gemeinsame Achse stattfinden.

Tanzen lernen in der Tanzschule

  • Schon unsere Großeltern lernten in Tanzschulen, wie man professionell das Tanzbein schwingt. Auch heute noch ist die Tanzschule eine beliebte Möglichkeit, die ersten Schritte auf dem Tanzparkett zu unternehmen. Neu ist die mobile Tanzschule. Hier kommen die Lehrer einfach nach Hause, um die bereits gelernten Schritte noch einmal aufzufrischen oder die Basics beizubringen. Ergänzend zum eigentlichen Tanzunterricht können Kurse gebucht werden, die Interessierten Umgangsformen und Rhetorik näherbringen.
  • Es gibt Tanzschulen der verschiedenen Tanzverbände, so etwa des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbands (ADTV) oder dem Berufsverband Deutscher Tanzlehrer (BDT). Hier werden die klassischen Standardtänze gelehrt. An freien Tanzschulen steht mehr der Spaß am Neuen im Vordergrund. Jugendliche können beispielsweise lernen wie Justin Timberlake zu tanzen oder sich mit dem Hip Hop Dance vertraut machen.

Tanzen auf professionellem Niveau

  • Wem ein paar Stunden pro Woche in der Tanzschule oder dem Verein nicht ausreichen, sollte anstreben, sich im Wettbewerb mit anderen zu messen. Die ideale Gelegenheit hierfür ist das Tanzturnier. Entsprechend den Regeln des jeweiligen Turniers werden ausgewählte Tänze nach eigens gestalteter Choreografie gezeigt und anschließend bewertet. Es gibt einerseits Turniere mit klassischen Turniertänzen – auch als International Style bezeichnet, und andererseits den American Style. Hier werden lateinamerikanische Tänze vorgeführt.
  • Wer jetzt noch ein Argument braucht, um den Partner zu überzeugen, gemeinsam einen Tanzkurs zu besuchen, dem sei geholfen. Es ist erwiesen, dass Tanzen für Körper und Geist gleichermaßen von Vorteil ist. So stärkt es das Koordinationsvermögen, die Konzentrationsfähigkeit und das Gefühl für Rhythmus. Das körperliche Wohlbefinden steigt und der eigene Körper kann bewusster wahrgenommen werden. Zudem tut es Gutes für das eigene Selbstbewusstsein. Auch die soziale Interaktion wird gefördert, denn schließlich tanzt man Gesellschaftstänze nicht allein.