Tattoo Motive - Frau mag Tierthemen und feminine Muster

Stilisierte Ornamente mit indianischen Motiven sind bei Frauen als Tattoo Motive besonders beliebt...


Auch bei Frauen gilt, dass allzu offensichtliche Tattoo Motive, wie das seit den 1970er Jahren nicht auszurottende klassische "Arschgeweih", einer geweihähnlichen Ornamentik im Lendenwirbelbereich, vollkommen out sind. Tattoo-Meister haben hier Gelegenheit zu beweisen, dass sie auch die Kunst beherrschen, ein unerwünschtes Tattoo so zu umzugestalten, dass der Träger wieder zufrieden ist.

Indianer und Kelten
Bei weiblichen Tattoo-Trägerinnen, noch mehr als bei Männern, sind Tribals, also Stammesmotive gefragt. Stilisierte Ornamente mit indianischen Motiven werden einfarbig auf den Körper gestochen. Für ein farbiges Tattoo Motiv bietet sich das geschmückte Haupt eines Indianerhäuptlings an. Celtics gehen in eine ähnliche Richtung. Keltische Ornamente sind noch etwas symbolhafter und bestehen auch aus stilisierten Fabeltieren.

Drachen und Schmetterlinge
Auf der anderen Seite trägt Frau Motive, die weibliche Eigenschaften darstellen. Tiermotive mit Fell, wie Raubkatzen oder Kuschelkätzchen, oder ohne Fell, wie Drachen und Schlangen, sollen die Persönlichkeit genauso repräsentieren wie leichte Blumen- oder Schmetterlingsmotive. Symbolische Tattoo Motive wie astrologische Zeichen und Schriftzeichen sollen dem Gegenüber erst ein Rätsel zu knacken geben.

Körperbetonende Motive
Natürlich werden auch die typisch weiblichen Körperteile in das Tattoo-Kunstwerk mit einbezogen. Eine mit farbigen Ornamenten verzierte Schlange gleitet vorn auf dem Oberkörper inmitten der Brust entlang, oder ein kleines Fantasywesen hockt über einer Brustwarze und kann nur bei sehr genauem Hinsehen identifiziert werden. Ein dreieckiges anspruchsvolles Ornament im rasierten Schambereich bleibt ein Standardmotiv.

Grenzen der Traumwelt
Dennoch erfüllen erfahrene Tätowierer nicht jeden Wunsch. Für viele ist es vollkommen tabu, das Gesicht oder die Hände zu tätowieren. Wenn sich ein Tattoo auch nicht mehr rückgängig machen lässt, so soll es wenigstens versteckbar bleiben. Für manche Tattoo-Meister, und die meisten sind immer noch Männer, gilt das Prinzip, bei einer Ganzkörpertätowierung einer Frau die Brust unberührt zu lassen.

Bin ich drin?
Geschlechtsspezifische Tätowierungen können zur Abgrenzung dienen oder die unterschiedlichen Rollen betonen - aber ein Tattoo kann auch eine Zugehörigkeit ausdrucken. Mit einer mutigen Tätowierung gehört man zur Gruppe der Tattoo-Träger, man geht auf Distanz zum Elternhaus, weiß, wohin man gehört – und mit einem Tribal am Oberarm ist man "in". Wer ein auffälliges Motorrad-Motiv trägt, ist ein Biker, egal welchem Geschlecht er oder sie angehört. Wer tätowiert ist, gehört einfach dazu.