Team Ryouko: Kampfsport als Kunstform

"Ryouko" ist eigentlich ein japanischer Mädchenvorname, der je nach Schriftzeichen des Wortes "Ryou" eine andere Bedeutung hat.


Aus einer Idee erwächst ein ganzes Imperium. Warum sich eine Gruppe von Kampfkünstlern nach diesem Namen benannt hat, mag man spekulieren. Eines ist jedoch ganz klar, das Team Ryouko besteht ganz bestimmt nicht aus Weicheiern.

Das Team

Die Gruppe, bestehend aus den ursprünglichen Mitgliedern James Mark, Louis Paquette, Ilan Rosenberg, Jeff Ong, Allen Keng und Emerson Wong, hat sich im Jahr 2001 in Toronto (Kanada) zusammen getan, um XMA, also Extreme Martial Arts, zu performen. Alle Mitglieder waren schon damals in verschiedenen Kampfkünsten, wie beispielsweise Taekwondo, Karate, Jiujitsu und Capoeira, trainiert und führten unter anderem mit Elementen des Breakdance und Parkour, akrobatische Aspekte hinzu, was als "tricking" bezeichnet wird. Im Sommer 2003 stieß dann James kleiner Bruder Chris Mark zur Gruppe. In dieser Kombination ist Team Ryouko mit vielen Videos, teilweise noch recht amateurhaft, dafür mit umso genialeren Moves im Internet vertreten. Immer mehr Mitglieder stießen hinzu, das Team wurde weltweit bekannt und mit der Zeit änderte sich das Konzept der reinen Performance zu Auftritten bei Filmen, so dass die Mitglieder als Stuntmen tätig wurden. Chris Mark ist zum Beispiel in "Die Mumie 3" zu sehen.

Team Ryouko heute

Aus dem Team Ryouko ist mittlerweile ein ganzes Unternehmen geworden. Die Ursprungsmitglieder Ilan Rosenberg, Allen Keng, Louis Paquette, Emerson Wong und Jeff Ong haben zusammen mit Henry Kou und Joe Eigo die Ryouko Extreme Academy eröffnet und sind so auch heute noch als Team Ryouko unterwegs. Unter Ryouko Martial Arts hat Chris Mark zusammen mit Carl Fortin und Eric Daniel ebenfalls eine Schule für Kampfkünste eröffnet, in der vor allem Taekwondo gelehrt wird. Zusammen mit seinem Bruder James, Carl Fortin, Eric Daniel und Eli Martyr bildet er aber auch Team 2X, abzuleiten von 2Extreme, was mittlerweile zu 2X Entertainment geworden ist und Stuntmen und Show Acts bereitstellt. Dazu gehört wiederum XSD, Xtreme Skills Development (zu Deutsch: extreme Fähigkeitsentwicklung), was 2004 zum ersten Mal in kleinerem Rahmen unterrichtet wurde und nach einiger Zeit, im großen, Menschen aller Altersklassen, in die von Team Ryoukos ganz eigen entwickelte Art der Martial Arts einweisen soll.