Ingwer wächst in Ländern mit tropischen und subtropischen Klima, jedoch ist das genaue Ursprungsland nicht bekannt. Es wird vermutet, dass er seinen Ursprung auf den pazifischen Inseln hat und im 9. Jahrhundert Einzug in den deutschen Sprachraum fand. Zerreibt man den Ingwer riecht er sehr angenehm, der Geschmack ist allerdings sehr würzig bis hin zu brennend scharf. Dies bewirken die ätherischen Öle des Ingwers, sowie Gingerol, das den Ingwer scharf macht. Neben einer langen Reihe an Bestandteilen wie Magnesium, Eisen oder Calcium enthält Ingwer auch sehr viel Vitamin C, weshalb auch sehr gerne Tee mit Ingwer getrunken wird.
Anbau und Verwendung von Ingwer
Wie schon erwähnt fühlt sich der Ingwer vor Allem im warmen Klima sehr wohl und ist nicht winterhart. Die Wachstumsphase von Ingwer dauert ungefähr acht bis zehn Monate und eignet sich dann sehr gut für Tee mit Ingwer. Die Knollen zur Aussaht kann man schon in der Gemüseabteilung im Supermarkt kaufen. Man schneidet sie in drei bis fünf Zentimeter große Stücke und steckt sie mit der Schnittfläche nach unten in die Erde. Da er nicht winterhart ist, sollte man die Knollen nur in gemäßigten Breiten in den Garten pflanzen, beziehungsweise in warmen Räumen in Töpfen halten, wo er eine ständig feuchte Erde benötigt. Neben Tee mit Ingwer kann man den Ingwer auch als Küchengewürz nutzen. So passt dieser zerrieben mit einer Küchenreibe sehr gut zu Gerichten mit Geflügel, Lamm, Fisch oder Meeresfrüchten. Auch Süßem wie Lebkuchen oder Obstsalaten verleiht der Ingwer einen unvergleichlichen Geschmack. Im asiatischen Raum wird der Ingwer gerne zu Sushi gegessen und in unseren Breiten kennt man Ingwer auch in Form von Ginger Ale.
Heilwirkung von Ingwer
Von der Antike bis zur frühen Neuzeit ist die Anwendung von Ingwer beispielsweise bei Augenleiden belegt. In der asiatischen Heilkunde wird er zur Behandlung von Rheuma, Muskelschmerzen und Erkältungen verwendet. Ingwer enthält Stoffe, die gegen Übelkeit und Erbrechen helfen. Äußerlich angewandt hat Ingwer eine reizlindernde Wirkung insbesondere im Bereich von Schleimhäuten und Hautwunden. Des Weiteren wirkt sich der Konsum von Ingwer positiv auf Magengeschwüre, Kopfschmerzen und rheumatischen Gelenkbeschwerden aus.
Tee mit Ingwer ist vor Allem in unseren Breiten ein sehr beliebtes Grippemittel, aber wie man sieht ist er sowohl der Gesundheit sehr zuträglich, als auch ein ausgezeichnetes Würzmittel für Speisen.