Teebaumöl: Wirksames Mittel in der Naturheilkunde

Der Teebaum ist in Australien beheimatet. Teebaumöl ist eines der beliebtesten Mittel in der Naturheilkunde.


Der Teebaum (Melaleuca alternifolia) gilt als eine universelle Heilpflanze, die immer beliebter wird. Besonders in der Naturheilkunde ist er vielfältig einsetzbar. Ihm wurde eine bakterien- und virenabtötende Wirkung nachgewiesen und ist daher ein beliebtes Hausmittel bei Hautbeschwerden, wie Akne oder Herpes. Der immergrüne Strauch oder Baum ist in Ostaustralien in feuchteren Gebieten beheimatet. Er wird bis zu sieben Metern hoch und gehört zu den Myrtengewächsen. Wie einige andere australische Pflanzen weist der Teebaum eine faszinierende Eigenschaft auf. Ein weitverzweigtes Wurzelsystem ermöglicht ihm, Brände oder sogar eine Rodung zu überleben. Aus den Wurzeln wachsen schon nach kurzer Zeit wieder neue Triebe.
 

Die Geschichte des Teebaums
Schon James Cook lernte im 18. Jahrhundert diese Pflanze, während seiner Weltumseglung, von den australischen Ureinwohnern – den Aborigines – kennen. Sie benutzen den Sud der Pflanze, um verschiedene Krankheiten zu heilen. Nach der Entdeckung des Teebaums geriet er aber in der westlichen Welt schnell wieder in Vergessenheit. Erst Anfang des letzten Jahrhunderts wurde die heilende Wirkung dieser Pflanze wissenschaftlich nachgewiesen. Heute ist das Öl des Teebaums ein beliebtes Hausmittel der Naturheilkunde, das immer populärer wird.
 

Das Teebaumöl
Das australische Teebaumöl wird, mithilfe einer Wasserdampfdestillation, aus den Blättern und Zweigspitzen des Teebaums gewonnen. Bei diesem Verfahren wird das Pflanzenmaterial mithilfe von heißem Wasserdampf erhitzt, sodass das Öl, zusammen mit dem Wasser, verdampft. Der Dampf wird im Anschluss aufgefangen und abgekühlt. Da das Öl schwerer ist als Wasser, schwimmt es nach dem Erkalten auf dem Wasser und kann so leicht abgeschöpft werden. Es hat eine gelbliche, klare Farbe und riecht ähnlich wie Eukalyptus. In diesem Öl sind etwa 100 verschiedene Substanzen enthalten, die zum Teil eine entzündungshemmende Wirkung entfalten.