Teenager: Erziehung stellt eine Herausforderung an die Nerven dar

Teenager: Erziehung macht oft Probleme. Fehlendes Selbstbewusstsein, der Leistungsdruck gegenüber Gleichaltrigen in der Schule und chronische Unordnung können schnell zu größeren Problemen der Teenager und innerhalb der Familie führen.


Wenn aus den eigenen Kindern kleine Erwachsene werden, ist dies meist mit nervlichen Belastungen für die ganze Familie verbunden. Die Teenager müssen sich in dieser Lebensphase mit so vielen unbekannten Fragen vertraut machen und sind nicht selten von ihrer eigenen Sexualität irritiert. Mangelndes Selbstbewusstsein, der Leistungsdruck gegenüber Gleichaltrigen und chronische Unordnung sind nur einige der Schlagwörter, mit denen sich sowohl die Heranwachsenden als auch ihre Eltern in ihrer Erziehung tagtäglich auseinandersetzen müssen. Konflikte sind daher vorprogrammiert.

Wie Sie allerdings als Eltern Ihrem Kind in seiner schwierigen Lage helfen können, erfahren Sie hier. Im ersten Schritt für mehr Verständnis gegenüber einem Teenager sollten Sie sich auf eine kleine Zeitreise in die Vergangenheit begeben. Erinnern Sie sich, wie Sie sich selbst als Jugendlicher, zwischen den Stühlen des Kindseins und des Erwachsenwerdens gefühlt haben. Dies hilft, um den inneren Konflikt der Heranwachsenden nachzufühlen und dem manchmal etwas befremdlichen Benehmen Ihres eigenen Kindes nachzugehen.

Mangel an Selbstbewusstsein
Die körperlichen Veränderungen, die für einen Teenager mit dem Erwachsenwerden einhergehen, haben auch Auswirkungen auf das Selbstbewusstsein. Kein Wunder, das viele Teenies, vor allem Mädchen, sich bei jeder Gelegenheit vor dem Spiegel betrachten. Sei es im Kaufhaus, im Schwimmbad oder zu Hause, wo immer ein Spiegel hängt, wird sehr lange und genau reingeschaut. Der Körper wird regelrecht nach Veränderungen abgescannt. Entsprechen dann diese eventuell nicht den Schönheitsmerkmalen, die in gängigen Jugendzeitschriften zu finden sind, kann das zu Verunsicherungen der Teenager führen. Sind die Heranwachsenden langfristig mit ihrem Aussehen unglücklich, hat das auch auf das Selbstbewusstsein negative Auswirkungen. Besonders schlimm wird es dann, wenn Gleichaltrige auch noch Witze über das Aussehen machen. Ein leicht zu lösendes Problem ist dies im Falle einer Zahnspange. Denn nach der Korrektur der Zähne wird der „Silberschmuck“ wieder entnommen. Aber was ist, wenn jemand abstehende Ohren, eine schiefe Nase oder einen zu kleinen Busen hat?

Schönheitswahn und plastische Chirurgie
Ihren Vorbildern aus Film und Fernsehen folgend, denken viele Teenager in diesem Falle an plastische Chirurgie. Doch nach einem Blick auf’s Sparbuch hat sich der Traum von der vollendeten Nase oder dem perfekten Busen auch ganz schnell wieder ausgeträumt. Denn die Kosten für solche Eingriffe sind normalerweise nicht vom Taschengeld bezahlbar. Doch machen Sie sich nicht über die Wünsche Ihres Kindes lustig. Reden Sie mit Ihrem Sprössling ausführlich über diese Problematik und versuchen Sie, sein Selbstbewusstsein zu stärken. Denn je besser sich ein Teenager fühlt, um so leichter gelingt es ihm, Lösungen für seine inneren Konflikte und Selbstzweifel zu finden.

Erste Tiefschläge- kein Beinbruch!
In diesem Alter lernen Ihre Kinder auch, mit den ersten Misserfolgen umzugehen. Diese Erfahrungen, die die meisten im Sport, in der Schule oder bei Freundschaften, vielleicht sogar der ersten Liebe machen, sind wichtig, irritieren die Jugendlichen aber auch. Aus dem Schutze von Mamas Schoß entflohen machen sie ihre ersten Erfahrungen in Richtung erwachsen sein, Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen und Konsequenzen des Gleichen ertragen zu müssen. Dies kann manchmal sehr schmerzlich sein, gerade dann, wenn man die Fehler oder Misserfolge auch noch seinen Eltern beichten muss.

Sexuelle Erfahrungen und erste Liebe
Sicherlich sollte das Zusammenleben mit Teenagern durch klare Regeln definiert sein. Die Heranwachsenden sollten wissen, wann sie zu Hause sein müssen und welche Verlockungen der Erwachsenenwelt ihnen altersbedingt noch verschlossen bleiben. Reden Sie mit Ihren Kindern ausführlich über Drogenmissbrauch, Alkohol, Nikotin, ja sogar über Aids, den Gebrauch von Kondomen und ungeschützten Sex. Nicht nur mit der Gefahr einer ungewollten Schwangerschaft sehen sich Jugendliche heutzutage bei ihren ersten sexuellen Ausflügen konfrontiert. Sie sollten auch wissen, dass der Verzicht auf Kondome im schlimmsten Fall eine HIV-Infektion bedeuten kann. Beim ersten Liebeskummer schadet es auch nicht, wenn Sie ihr Kind trösten. Sofern Ihr Teenager, dem gerade zum ersten Mal das Herz gebrochen wurde, das überhaupt zulässt. Seien Sie in Ihrer Erziehung nicht aufdringlich und erzwingen Sie nicht mit aller Gewalt, dass Ihr Kind Ihnen sein Herz ausschüttet, aber seien Sie da, wenn es Sie braucht.

Sicherlich ist es für manche Eltern nicht leicht, mit ihrem pubertierenden Kind über solche Themen zu sprechen und den Jugendlichen ist es meist auch peinlich. Wenn aber zwischen Eltern und Kindern immer stets ein Verhältnis des Vertrauens herrschte, gelingt es in den meisten Familien auch, über solche Themen zu sprechen.