Teeparty - das darf nicht fehlen

Bei einer Teeparty sollte die Auswahl der Getränke und Speisen sorgfältig ausgesucht und dem Anlass der Party angemessen erscheinen.


Als Alternative zum klassischen Kaffeetrinken kann die Einladung zur Teeparty gesehen werden. Passende Einladungszeit dafür ist der späte Nachmittag. Je nach Anlass wird das Buffet bestückt. Ob typisch englische „Tea-Time“, ob japanische Teezeremonie oder norddeutsche Teeparty, jede Veranstaltung hat ihre Besonderheiten.

 

Englische und ostfriesische Varianten

Als Zeichen der typisch britischen Lebenskunst ist die „Tea-Time“ bekannt. Anfänglich ein Vergnügen der Oberschicht, ist das Teetrinken im 19. Jahrhundert langsam in allen Gesellschaftsschichten etabliert. Der Tee aus Asien wird zum Lieblingsgetränk der Briten, die Tea-Party nachmittags zur Tanzparty. Heute gilt als britisch, wer kräftigen schwarzen Tee ohne Aromen aufbrüht und in der Kanne weiterziehen lässt. Der dadurch entstandene kräftige Geschmack wird durch Zugabe von heißem Wasser oder Milch und Sahne verfeinert. Zur Teezeit werden Gebäcke und Sandwiches gereicht. Als klassisches Hefegebäck gelten Teebrot oder Scones, aber auch Mürbeteigsorten, bezeichnet als „shortbread“, sind eine typische Beilage. Das Sandwich wird als Gurkensandwich präsentiert. Whipped Cream oder Clotted Cream sind Sahnespezialitäten, die unbedingt zum Scone dazugehören. Auch ein Klecks Marmelade darf nicht fehlen. Der Ostfriese ist dem Briten sehr ähnlich. Die Teezubereitung erfolgt ebenfalls in der Kanne, der Teesatz verbleibt darinnen. Milch, Sahne und Kandis stehen auch auf dem Tisch. Bei der friesischen Teeparty werden Scones und Sandwiches durch Stollen, Stuten und Hefezopf ersetzt. Wichtiger Unterschied: Die Teetasse wird nicht umgerührt und entwickelt dadurch verschiedene Geschmackszonen. Auch eine eigene Teesorte wird verwendet: Der Ostfriesentee, eine herbe Mischung von Schwarzteesorten, meist aus Assam.

Asiatische Teekultur

Die Teeparty mit fernöstlichem Charakter erfordert hingegen regelrechte Hingabe an Zeremonien. Von China nach Japan getragen, entwickelten sich unterschiedliche Teezeremonien, die nach strengen Regeln praktiziert werden. Eine chinesische Teeparty wird mit Grüntee oder Jasmintee bestückt und von „Dim Sum“ (kleine salzige Leckereien in Teigtäschchen in vielfältigen Variationen) begleitet. Die japanische Kultur hingegen wendet mehr Zeit auf die Teezubereitung und Präsentation in wertvollem Porzellan an.
Egal welcher Anlass, eine Teeparty sollte immer ein Motto tragen, denn das beeinflusst die Auswahl des Speisen- und Getränkeangebotes. Und meist tragen die Gäste noch mit sinnigen Mitbringsel wie Kandisstäbchen oder Servietten noch zur Dekoration ihr Teil bei.