Teepott Warnemünde: Geschichte

Die Geschichte des Teepotts in Warnemünde reicht bis in die 1920er Jahre zurück, heute präsentiert sich das Wahrzeichen der Stadt als attraktive Sehenswürdigkeit an der Strandpromenade.


Der Teepott gilt als das Wahrzeichen des Rostocker Stadtteils Warnemünde. Er fasziniert die Besucher mit seiner außergewöhnlichen Form. Wie eine riesige Teeschale steht das Gebäude am Ostseestrand direkt neben dem Leuchtturm. Aus diesem Grund ist entstand auch der Name, schon der Teepavillon, der 1926 hier eröffnet wurde, trug diese Bezeichnung.

Die Geschichte des Teepavillons
Im Jahre 1925 wurde der Rohbau des Gebäudes durch die Baufirma Heidtmann fertiggestellt. Der Entwurf des kreisrunden Bauwerks stammte von dem Architekten Walter Butzek. Der Pavillon erhielt eine Terrasse, die zur Ostsee hin lag. Nachdem die Bauarbeiten abgeschlossen waren, wurde am 20. Juni 1926 die Eröffnung gefeiert. Adolf Fust hieß der Besitzer, der mit den entsprechenden Auflagen die Genehmigung zum Betreiben einer Schankwirtschaft bekommen hatte. Obwohl er sich am Anfang bemühte, diesen Anforderungen gerecht zu werden, hatte er später häufig mit der Polizei Probleme. Der Teepavillon oder Teepott, wie er damals schon genannt wurde, ging in den Besitz des Rechtsanwaltes und Notars Curt Helm über, der in Rostock ansässig war. Im Juli 1932 pachtete die Frau von Adolf Fust, Margarete Fust, das Lokal. Sie führte es zehn Jahre lang als Tanzdiele und Konditorei. Ab Juni 1942 war das Gebäude der Öffentlichkeit unzugänglich. Es wurde von den Ernst Heinkel Flugwerken für die Unterbringung ihrer Gefolgschaftsmitglieder genutzt. Am Tag nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges, dem 2. Mai 1945, brannte der Teepavillon durch Brandstiftung völlig ab. In den 1950er Jahren stand dort ein Kiosk.

Der Neubau
In den 1960er Jahren wurde der Neubau beschlossen, das Vorbild für das Gebäude war die Westberliner Kongresshalle. Die Grundsteinlegung fand anlässlich der 750-Jahr-Feier der Stadt Rostock im Januar 1968 statt. Am 6. Juni wurde der neue Teepott eröffnet. Wegen seiner Form wurde er zum Wahrzeichen von Warnemünde und fand Aufnahme in die Denkmalliste. Wegen Umbauarbeiten wurde er im September 1985 geschlossen, Thermoscheiben wurden eingebaut und die Innenräume mit Teppichen und Sitzmöbeln umgestaltet. Am 28. Februar 1986 wurde der Teepott wieder eröffnet und seitdem als Restaurant betrieben. Nachdem er nach dem Mauerfall geschlossen wurde in Privatbesitz überging, stand es neun Jahre leer. Nach umfangreichen Sanierungsarbeiten wurde das Gebäude am 19. Juli 202 feierlich eröffnet. Der Teepott beherbergt verschiedene Restaurants, eine Cocktailbar, eine Passage mit Geschäften und eine Übersee-Ausstellung.