Teerstuhl: Ursachen und Behandlung

Teerstuhl: Nicht immer muss eine Verfärbung des Stuhls ein Alarmzeichen sein, aber eine genaue Abklärung ist jedenfalls absolut erforderlich.


 Blut im Stuhl kann viele Ursachen haben. Schwarzer Stuhl oder Teerstuhl ist ein Hinweis, dass möglicherweise etwas nicht stimmt. Wann müssen Sie sich wirklich Sorgen machen?

Die Ursachen
Die Ursache für Teerstuhl ist meist eine Blutung im Magen oder im oberen Darmabschnitt. Die schwarze Färbung entsteht dabei durch den Kontakt von Blut mit Magensäure. Das Merkmal von Teerstuhl ist eine schwarz-rötliche und klebrig-glänzende Beimengung beim Stuhlgang. Auffällig ist auch der üble Geruch. Anlass genug über mögliche Ursachen nachzudenken. Medikamente könnten für diese Verfärbung des Stuhls verantwortlich sein. Auch Lebensmittel, wie rote Beete, rohes Fleisch oder Rotwein können die Verfärbung des Stuhls verursachen, in machen Fallen auch Eisenpräparate. Kann dies ausgeschlossen werden, gibt es einige Krankheitsbilder, die schwarzen Stuhl verursachen können. Die häufigsten Ursachen sind Geschwüre, wie ein Magen- oder Zwölffingerdarmgeschwür. Weitere Gründe können Verletzungen oder Krampfadern in der Speiseröhre sein, die zu Blutungen führen und einen Teerstuhl zur Folge haben können. Als begleitende Symptome zu schwarzem Stuhl kann auch Bluterbrechen, Übelkeit sowie Appetitlosigkeit und Völlegefühl auftreten.

Behandlungsansätze
So vielfältig wie die Ursachen, so unterschiedlich ist auch die Behandlung bei Teerstuhl. Wenn Ihnen eine Blutbeimengung im Stuhl auffällt, gehen Sie sofort zum Arzt und schildern Sie Ihre Beschwerden und Symptome. Nachdem es mehrere Ursachen für Teerstuhl geben kann, ist eine gewissenhafte Abklärung unumgänglich. Die richtige Therapie kann nur nach Abklärung der Grundkrankheit erfolgen. Neben einer medikamentösen Therapie kann und sollte der Patient selbst allgemeine Maßnahmen setzen. Ein geregelter Tagesablauf und eine genaue Einhaltung der Essenszeiten sind schon erste wichtige Schritte. Es muss nicht unbedingt eine strenge Diät eingehalten werden, allerdings ist es ratsam, scharfe Gewürze, Nikotin und Alkohol zu meiden. Auf säurehaltige Lebensmittel, wie Fruchtsäfte oder Tomaten sowie auf Kaffee, besonders auf nüchternen Magen, sollte verzichtet werden. Eine bewusste Ernährung und eventuelle Umstellung der Essgewohnheiten unterstützt immer bei der Genesung. Die psychische Hauptursache sind Stress und Konflikte in der Familie oder Arbeit. Seelischer Kummer schlägt sich bei vielen Menschen auf den Verdauungstrakt. Eine Analyse und Korrektur der Lebensgewohnheiten kann dabei sehr hilfreich sein. Ratsam ist auch, sich professionelle Beratung bezüglich der Lebensführung zu holen. Es ist nicht unbedingt Panik angesagt, aber eine Abklärung der Ursachen bei Teerstuhl ist in jedem Fall sehr wichtig.