Tegretal - Anwendungsgebiete, Risiken und Nebenwirkungen

Tegretal hat als Antiepileptika eine gute Wirksamkeit, aber auch zu berücksichtigende Nebenwirkungen.


Das Medikament Tegretal beinhaltet den Wirkstoff Carbamazepin und wird vornehmlich gegen Epilepsie eingesetzt. Bei der Epilepsie, auch Fallsucht genannt, spricht man von einer Funktionsstörung des Gehirn, indem die Nervenzellen unkontrollierte Impulse absenden. Carbamazepin hemmt diese Erregbarkeit der Nervenzellen und auch die Erregungsausbreitung im Gehirn. Demzufolge kann Tegretal auch bei andersartigen Erkrankungen der Nervenzellen, wie beispielsweise bestimmten Neuralgien, diabetischer Neuropathie oder auch Krampfanfällen ohne einen epileptischen Hintergrund, so bei einer Multiplen Sklerose, angewendet werden. In einigen Fällen wird dieses Medikament auch zur Unterstützung bei einem Alkoholentzug oder zur Linderung von Depressionen eingesetzt.

Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen sind zu beachten
Grundsätzlich sollen und dürfen Antiepileptika, die der Gruppe der Psychopharmaka angehören, nur unter enger Kontrolle und Aufsicht durch einen Arzt eingenommen werden. Tegretal kann das Reaktionsvermögen so weit beeinträchtigen, dass eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr oder das Bedienen von Maschinen nur noch bedingt möglich ist. Auch kann es unter diesem Medikament zu Unverträglichkeiten und allergischen Reaktionen, beispielsweise Hautausschlägen, Rötungen oder Juckreiz kommen, bei deren Verdacht und Auftreten sofort der behandelnde Arzt konsultiert werden sollte. Der Wirkstoff Carbamazepin darf nicht zusammen mit Lithium oder strukturell ähnlichen Antidepressiva eingenommen werden. Bei Blutbildungsstörungen, Knochenmarkserkrankungen oder Störungen von Herz-, Leber- , und Nierenfunktion sollte ebenfalls von der Einnahme dieses Medikamentes abgeraten werden. Sollte der Patient an Absencen während eines epileptischen Anfalles leiden, ist Tegretal nicht zur Behandlung geeignet, da es diese Anfallsform noch verstärken kann.

Eine gute Wirksamkeit stellt die Nebenwirkungen in den Schatten
Die meisten Patienten berichten über eine gute Wirksamkeit dieses Medikamentes, insbesondere was die Reduzierung von Krampfanfällen betrifft. Allerdings teilen sie auch ihre Erfahrungen hinsichtlich der Nebenwirkungen. Ob und in welchem Maße ein Mensch auf ein Medikament mit unerwünschten Begleiterscheinungen reagiert, ist immer individuell und nicht vorhersehbar. Im Fall Tegretal wird allerdings häufig von Schwindel zu Beginn der Behandlung, anhaltender Müdigkeit, Konzentrations- und Gedächtnisschwierigkeiten berichtet. Je nach Dosierung kann es auch zu einem Mangel an weißen Blutkörperchen oder Blutplättchen, Gewichtszunahme, Stimmungsschwankungen bis hin zur Depression, Sehstörungen oder Zittrigkeit kommen. Seltener treten Kopfschmerzen, Magen-Darm-Probleme und Haarausfall auf. Da Tegretal den Natriumwert im Blut senkt, sollte der Patient auf eine ausreichende Salzzufuhr achten.