Teichinsel anlegen: So geht es

In einer Teichinsel verschmelzen Natur und Lebenskultur – dabei verschönern sie das Gesamtbild deines Gewässers.


Gartenteiche gibt es in vielfältigen Formen und Größen. Manche dieser immer beliebter werdenden Gewässer sind nicht größer als eine Waschwanne, andere haben die Ausmaße eines Weihers im Naturpark. Oft werden Teiche spontan angelegt. Der Grund liegt im natürlichen Bedürfnis des Menschen mit Wasser in Berührung zu kommen. Nicht wenige bestätigen den Eindruck, dass „Wasser beruhigt“. Selbst der kleinste Teich in Gestalt eines Eimers auf dem heimischen Balkon kann die Stimmung einer gestressten Person positiv verändern. Ist nun so ein Teich einmal angelegt – ob mit einer speziellen dichten Folie am Grund oder einfach als schlichte Anlage in Form eines größeren Behälters – sind der Phantasie keine Grenzen mehr gesetzt. Blumen, Schilfrohr, schöne Kieselsteine und Ähnliches verwandeln die künstliche Anlage im Lauf der Zeit beinahe in ein natürliches Kleinod im heimischen Garten oder auf dem Balkon. Immer beliebter werden in diesem Zusammenhang die Teichinseln. Sie werden in der Regel als sogenannte „Schwimminseln“ angelegt und geben dem Gewässer ein eigenes, idyllisches Gepräge. Eine Teichinsel wird auch als „textile Schwimminsel“ oder „Schwimmkappe“ bezeichnet. Sie verschönert das Gesamtbild des Gewässers und gibt ihm einen besonderen Charakter. Die Frage ist allerdings, wie eine Schwimminsel angelegt wird?

Mit wenigen Mitteln und Geduld zum gewünschten Erfolg

  • Der Vorteil von schwimmenden Inseln ist, dass sie sich frei auf der Oberfläche des Teiches bewegen. Lediglich vom Wind und der Wellenbewegung des Wassers angetrieben, gleiten sie mehr oder weniger über den Teich. Je mehr Pflanzen auf der Insel angepflanzt werden, desto schwerer wird die gesamte Anlage. Dies wiederum verhindert eine zu rasche Hin -und Her-Bewegung. Im wesentlichen werden zwei Grundmodelle der Teichinsel unterschieden. Sie unterscheiden sich vor allem im Aufbau, das heißt in der zugrunde liegenden Konstruktion.
  • Eine weitverbreitete Möglichkeit, eine Schwimminsel zu bauen, besteht in der Verwendung von ineinander gewebten Kunstfasern, beziehungsweise Kunststreifen. Es handelt sich dabei um das gleiche Material aus dem viele Strandmatten bestehen und ähnelt gepressten glatten Holzfasern. Oft werden auch natürliche Elemente wie Bast oder Mischformen benutzt. Diese Matten sind robust und in verschiedenen Größen, je nach Bedarf, erhältlich oder können entsprechend zugeschnitten werden.
  • Schwimminseln gibt es als kreisrunde Flächen, als Halbkreis oder auch als Quadrat. Freigelassene Lücken und Ritzen sowie Löcher auf der Oberfläche dienen zum anschließenden Einstecken von Pflanzensetzlingen. Die Setzlinge selbst werden von einem kleinen Erdhaufen aus metallhaltiger Erde umgeben. Beginnen die Teich -und Wasserpflanzen zu wachsen, strecken sie ihre Wurzeln nach unten in die Tiefen aus, um daraus und aus der Erde ihre Nährstoffe zu bekommen. Wer im Fachhandel nach vorgefertigten Elementen greift, spart beim Bau einer Teichinsel viel Zeit und schont nebenbei auch die Geldbörse.
  • Daneben werden von Teichbauern auch gerne Behälter aus Kunststoff verwendet. Sie schwimmen ebenfalls auf der Wasseroberfläche. Allerdings benötigen diese blumentopfartigen und verschieden großen Vorrichtungen einen Schwerpunkt. Dieser führt dazu, dass die leichten, aber stabilen Töpfe tief genug ins Wasser tauchen, um nicht umzukippen oder schief im Teich zu hängen. Dafür werden nun nährstoffhaltige Materialien (Erde und anderes) sowie Steine für das Gewicht in die hohlen Behälter gefüllt. Anschließend steckt man die Pflanzensetzlinge in die Erde. Durch die kleinen Öffnungen, sowohl an den Seitenwänden als auch am Boden, treiben die Pflanzen wiederum ihre Wurzeln.

Die Auswahl der Pflanzen ist von entscheidender Bedeutung

  • Je größer der Teich ist, desto mehr Teichinseln können ihn verschönern. Es ist durchaus möglich, beide Varianten als „Teppich-Konstruktion“ oder  als „Topf-Version“ zu kombinieren. Allerdings sollten Personen, die gerne eine Schwimminsel anlegen wollen, darauf achten, die richtigen Pflanzen dafür auszusuchen. Es ist sehr entscheidend und trägt zum Erfolg bei, ob die Gewächse überhaupt für eine Teichinsel geeignet sind. Gewicht und Höhe spielen dabei eine erhebliche Rolle. Erweist sich nämlich eine Pflanze, nachdem sie zu wachsen und wuchern begonnen hat, als zu hoch oder zu schwer, hat dies katastrophale Folgen für die Teichinsel: Sie sinkt oder kippt um.
  • Wer beispielsweise eine Matte auf dem Wasser selbst bepflanzt, sollte sich zuvor umfassend über die richtige Auswahl der Pflanzen und die sachgerechte Bepflanzung wegen der Gewichtsproblematik informieren. Zusammenfassend gilt: Grundsätzlich können alle Arten von Sumpfgewächsen angebaut werden. Dazu gehörten bekannte Namen wie die Wasserminze (Mentha aquatica). Auch die Sumpfschwertlilie (Iris pseudacorus) und die berühmte Sumpfdotterblume (Caltha palustris L.) sind für alle Formen und Größen der Teichinsel geeignet. Alle genannten Arten von Kraut -oder Hahnenfußgewächsen erreichen eine durchschnittliche Wuchshöhe von 15 bis 50 Zentimetern. Eine Höhe von mehr als einem halben Meter sollte auf jeden Fall mit einer qualifizierten Person besprochen werden.
  • Viele Liebhaber von Teichen möchten die Inseln gerne befestigen. Dies kann mit wenigen Handgriffen problemlos ermöglicht werden. Ideal sind dünne Stahlseile oder elastischen Drähte, die mit Kunststoff ummantelt sind, um nicht im Wasser zu rosten. Bestens geeignet sind auch schlichte synthetische Fasern. Nachdem die Länge der Seile beziehungsweise der Fasern bestimmt wurde, muss man sie nur noch am Ufer verankern.
  • Neben dem äußerlichen Eindruck, den eine schön bewachsene Teichinsel erweckt, hat die Anlage mehrere Vorteile: Zum einen tragen die Wurzeln der Pflanzen erheblich zur Qualität des Wassers bei, zum anderen finden selten gewordene Vögel – je nach Größe und Fläche der Insel –  dort eine neue Heimat.