Teichmolch: Lebensraum und Merkmale

Der Lurch des Jahres 2010, der Teichmolch, gehört in Deutschland zu den am häufigsten vorkommenden Wassermolcharten.


Der Teichmolch ist ein nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) besonders geschützter Vertreter der Klasse der Amphibien und gehört zur Ordnung der Schwanzlurche.
Verbreitet ist er in nahezu ganz Europa und in Teilen Vorderasiens. Eine Ausnahme bilden hingegen die subpolaren Regionen Europas, wie zum Beispiel Island und der Norden Skandinaviens. Auch in besonders warmen Regionen Europas, wie auf der Iberischen Halbinsel ist er nicht zu finden.

Lebensraum
In den gemäßigten Zonen Europas, wie beispielsweise Deutschland, trifft man den Teichmolch in halboffenen beziehungsweise offenen Landschaften, allerdings weniger in bergigen Regionen und nur selten über 1.000 Meter über dem Meeresspiegel. Als geeignete Lebensräume kommen auch seltener dicht bewaldete Regionen in Frage, sondern eher Waldränder, Grünlandgebiete und Uferränder von Gewässern. Des Weiteren bieten Kulturlandschaften wie naturnahe Gärten und Parks sowie aufgegebene Kiesgruben gute Lebensbedingungen für den Teichmolch. Als Laichgewässer dienen vor allem Tümpel, Weiher und Gräben mit stark ausgeprägter Unterwasserverkrautung, die zumindest wenige Stunden am Tag dem Sonnenlicht ausgesetzt sind. Im Herbst hingegen zieht er sich in einem frostsicheren Unterschlupf zurück.

Merkmale
Die maximale Körpergröße eines Teichmolches beträgt etwa elf Zentimeter, er wird – je südlicher er lebt – kleiner. Generell sind die Weibchen etwas kleiner als die Männchen, was für Molche ungewöhnlich ist. Er hat eine gelblich bis schwarze Färbung und ist wie die meisten Amphibien relativ glatthäutig. Außerdem befinden sich längs zu den Kopfseiten abwechselnd helle und dunkle Streifen. Auf dem Bauch ist er gelblich bis orange gefärbt und weißt bei den Männchen eine schwarz-braune Fleckung in Form von Punkten auf. Diese sind vor allem in der Paarungszeit besonders auffällig. Im Frühjahr entwickelt der Teichmolch vor dem Erreichen des Laichgewässers eine Wassertracht. Dabei prägt sich bei den Männchen ein hoher und gewellter Hautkamm aus, welcher vom Hinterkopf bis zum Schwanzende verläuft. Außerdem bilden sich an dem Hinterfüßen schwarze Schwimmsäume aus und der Flossensaum des Ruderschwanzes färbt sich bläulich. Die Wassertracht der Weibchen hingegen ist insgesamt weniger auffällig. So ist zum Beispiel deren Grundfärbung etwas heller und eher bräunlich. Der Laich besteht aus einzelnen braunen Eiern, die in die Blätter von Unterwasserpflanzen geheftet werden. Aus ihnen schlüpfen dann Larven, die im ausgewachsenen Stadium circa vier Zentimeter Groß sind und eine hell- bis dunkelbraune Färbung aufweisen.