Für Kräuterhexen und Alternativmediziner ist die Heilkraft der Brennnessel kein Geheimnis mehr. Damit auch Sie schlauer werden, stellen wir für Sie die Wunderwaffe genauer vor.
Die vielen Wirkungen
Die einzelnen Teile der Brennnessel können unterschiedlichen Funktionen zugeführt werden. So kann man die Triebe, Blätter aber auch die Wurzeln einsetzen, um sich von der Natur helfen zu lassen. Brennnessel Tee beispielsweise ist hervorragend für eine Frühjahrs-Fastenkur geeignet. Er wirkt blutreinigend, harntreibend und fördert den Stoffwechsel. Zudem aktiviert er die Ausscheidungsorgane. Zusammen mit etwas Zitrone eingenommen, verbessert Brennnessel die Aufnahme von Eisen aus Lebensmitteln. Aufgrund des Gehalts an Caffeoyäpfelsäure und ungesättigten Fettsäuren ist er in der Lage, bei entzündlichen Gelenkerkrankungen lindernd zu wirken. Auch bei einer vergrößerten Prostata hat sich Brennnessel bewährt. Ebenfalls hilfreich kann die grüne Nessel bei Schuppen, Juckreiz und Erkältungen eingesetzt werden.
Ein heilsamer Brennnessel Tee ist ganz einfach selbst gemacht. Zwei bis drei Blätter werden mit kochendem Wasser übergossen, zugedeckt und für zehn Minuten ruhen gelassen.
Krautige Alternative zu Spinat
Dank des hohen Mineralstoffgehalts passt Brennnessel auch gut in jede Speisekammer, wenn der Geschmack am Anfang auch ein wenig gewöhnungsbedürftig sein mag. Brennnesseln weisen zum Beispiel sechsmal so viel Vitamin C wie Spinat auf und die fünffache Menge Kalzium.
Um die leckeren Suppen, Salate und Pürees herzustellen, werden zumeist die jungen Blätter und Triebspitzen verwendet, denn zu Wachstumsbeginn haben Brennnesseln noch keine Brennhaare, die den herb schmeckenden Saft enthalten. Verwendet man ältere Pflanzen oder ist einem der Geschmack zu bitter, hilft es den Zellsaft der Brennhaare durch Auswringen der Triebe abzumildern. Auch kurzes Blanchieren, also kurzes Eintauchen in kochendes Wasser oder kräftiges Abbrausen schafft Abhilfe.
Statt der Brennnesselpflanze selbst können auch die noch unreifen Samen genossen werden, im Geschmack ähnlich wie Leinsamen passen sie in jedes Müsli.
Brennnesseln sammeln
Haben Sie keinen eigenen Garten, wollen aber dennoch in den Genuss der heilsamen Wirkungen kommen, können sie auch sammeln gehen. Die Pflanzen kann man das ganze Jahr über wachsen sehen, aber nicht jeder Ort eignet sich auch zum Sammeln. Bevorzugen Sie abgelegene Plätze und sammeln Sie nicht am Straßenrand, auf Müllplätzen oder auf gedüngten Feldern. So gehen Sie sicher, dass keine Schadstoffe in der Pflanze enthalten sind.
Ziehen Sie sich Gummihandschuhe über und schneiden nur die obersten vier Blätter ab. Wollen Sie die ganze Pflanze nutzen, entnehmen Sie die Brennnessel am besten ganz und hängen sie, in lockere Sträuße gebunden, an einem dunklen trockenen Ort auf.
Brennnesseln sollten nur bei abnehmendem Mond gesammelt werden, um von den vollen Wirkungen zu profitieren.