Teilzeitkraft: Rechte und Pflichten

Wichtige Punkte müssen beachtet werden, wenn man als Teilzeitkraft tätig ist.


Im Grunde genommen gelten bei der Teilzeitarbeit genau die gleichen Pflichten wie bei einer Vollzeitarbeit. Dennoch gibt es einige Aspekte, die speziell in diesem Bereich beachtet werden müssen.

Was genau ist Teilzeitarbeit?
Man spricht von Teilzeitarbeit, wenn der Arbeitnehmer oder die Arbeitnehmerin nicht die volle Arbeitszeit zur Verfügung steht, dennoch dem normalen Arbeitsablauf zugeteilt wurde. Man erhält einen normalen Arbeitsvertrag, dessen Klauseln genau zu beachten sind. In diesem Vertrag wird zum Beispiel die genaue Arbeitszeit, meist auf Stunden festgelegt, festgehalten. Man einigt sich entweder auf ein Wochen- oder Monatspensum, das erreicht werden muss und vom Arbeitgeber dann individuell genutzt wird. Dieses Modell ist im gastronomischen Bereich weit verbreitet. In vielen Fällen erreicht man, je nach Jahreszeit hier auch Überstunden, die geleistet werden müssen, um den Arbeitsverlauf zu gewährleisten. Doch das muss dann per Überstundenzuschlag auch vom Arbeitgeber entlohnt werden.

Wichtige vertragliche Klauseln zur Teilzeitarbeit
Vertraglich geregelt ist, dass die Teilzeitkraft regulär monatlich ausbezahlt wird. Wenn man wegen Krankheit oder Unfall nicht arbeitsfähig ist, hat man dennoch einen Anspruch auf Lohnfortzahlung. Eine Arbeit bei einer zweiten Firma ist nicht gewünscht und muss zuvor mit dem Arbeitgeber besprochen und auch von diesem gestattet werden. Das dient zum Schutz des Arbeitgebers, damit man vom Arbeitgeber erworbenes Wissen nicht bei einer Konkurrenzfirma gewinnbringend umsetzen kann. Die Wertigkeit einer Teilzeitkraft darf jedoch nicht weniger als die einer Vollzeitkraft betragen. Der Unterschied ist lediglich die monatliche Arbeitszeit. Arbeitnehmer die mehr als sechs Monate in einem Betrieb mit über fünfzehn Mitarbeitern beschäftigt sind, dürfen beim Arbeitgeber auch eine Anfrage auf Änderung zur Teilzeitarbeit stellen. Solange dies dem Betrieb keinen wirtschaftlichen Schaden zufügt, ist es möglich diese Änderung durchzuführen. Ähnlich verhält es sich jedoch auch im umgekehrten Falle. Wenn der Betriebsinhaber es für nötig erachtet, ist es auch möglich eine Teilzeitkraft an mehr Stunden, als vertraglich festgelegt, einzuteilen. Dies kann mit anderen Tagen verrechnet werden oder auch per Überstundenzuschlag ausbezahlt werden. Der Arbeitgeber ist jedoch nicht dazu berechtigt eine Teilzeitkraft zu Mehrarbeit zu zwingen, wenn diese es rigoros ablehnt. Es steht dem Arbeitgeber jedoch frei, sich im Rahmen der im Arbeitsvertrag festgelegten Kündigungsfrist von der Arbeitskraft zu trennen und sich entsprechenden Ersatz zu wählen.