Telefonkostenvergleich: so machen Sie es richtig

Der Tratschfaktor ist das wesentliche Kriterium beim Telefonkostenvergleich. Was Sie sonst noch beachten müssen.


Ein nahezu undurchdringlicher Tarifdschungel herrscht im Telefoniebereich – trotzdem sollte niemand vor einem Telefonkostenvergleich zurückschrecken. Es geht um hart verdiente Euros, die man nicht kampflos den Telekommunikationsfirmen überlassen sollte. Mit Überlegung und System ist es ein Kinderspiel, den optimalen Anbieter für das persönliche Anforderungsprofil zu finden.

80 Prozent der Telefongespräche führt man im engsten persönlichen Umfeld
Deswegen startet der Telefonkostenvergleich mit einer einfachen Tabelle. In dieser Tabelle stehen jene 15 Personen mit denen man regelmäßig telefoniert. Ganz wichtig dabei ist auch den „Tratschfaktor“ zu berücksichtigen. Jeder weiß mit wem man gern über Gott und die Welt redet (beste Freundin, bester Freund) oder wem man telefonisch nur kurze Befehle und Anweisungen gibt (Ehemann, Ehefrau). Zehn Punkte bekommt somit die beste Freundin, einen Punkt der Ehegatte. In die dritte Spalte schreibt man den Telefonanbieter, den diese 15 Personen jeweils verwenden. Nun hat man schon eine sehr klare Grundlage für den Telefonkostenvergleich wenn man die Punkte pro Anbieter zusammenzählt. Telefonanbieter 1 hat zum Beispiel 32 Punkte, Telefonanbieter 2 hat 16 Punkte und so weiter. Fast alle Telefonanbieter haben kostenlose Aktionen für das interne Telefonieren – und deswegen sollten Sie zunächst einmal jene drei Telefonanbieter anschauen, die die meisten „Tratschfaktor-Punkte“ sammeln konnten.

Für diese drei Anbieter schreiben wir nun noch die monatliche Grundgebühr und die Gebühr für das Telefonieren in andere Mobilnetze, beziehungsweise in das Festnetz dazu. Wenn mobiles Internet ein Thema ist, gehören auch die Kosten für einen monatlichen Datentransfer von fünf GB notiert. Zum Abschluss geht es noch um die Gesamtgewichtung der telefonischen Aktivitäten. Wie viel telefoniert man innerhalb der drei Anbieter, wie viel in andere Mobilnetze und wie viel in das Festnetz. Fertig ist der Telefonkostenvergleich.

Die abschließende Kostenfeststellung bringt meist eine eindeutige Entscheidung
Favorit ist natürlich jener Anbieter mit den meisten Tratschpunkten, da man davon ausgehen kann, dass man fast bei allen Anbietern intern kostenlos telefonieren kann. Das externe Telefonieren mobil und in das Festnetz, beziehungsweise eventuell die monatlichen Kosten für mobiles Internet bleiben nun der Kern der Betrachtung. Sie werden sehen, dass diese Kosten von Anbieter zu Anbieter kaum variieren. Ausnahme sind extreme Vieltelefonierer mit sehr großem Bekannten- und Freundeskreis. Meist wird aber jener Anbieter mit den meisten Tratschpunkten ganz eindeutig als Sieger hervorgehen. Hat man nun diesen Anbieter fixiert, geht es nur mehr darum aus dem alten Vertrag herauszukommen. Ob sich das auszahlt oder ob man wartet bis der Vertrag kündbar ist, hängt von der monatlichen Telefonrechnung ab. Nachdem die Anbieter mittlerweile sehr ähnliche Tarife haben ist ein Ausstieg meist nur am Ende der Vertragslaufzeit sinnvoll. Ein Telefonkostenvergleich ist aber immer sinnvoll – schon deswegen um sich selbst die monatlichen Kosten einzugestehen. Besonders für Jugendliche sind Handykosten oft der Einstieg in eine Schuldnerkarriere – und die ist ganz sicher nicht anzustreben.