Telefonverhalten - Vieltelefonierer oder Notfallnutzer?

Jeder Mensch hat sein eigenes Telefonverhalten. Daher haben die Anbieter verschiedene Handytypen und Tarifunterschieder entwickelt, um jedem seine Vorteile zu gewähren.


Jeder Mensch hat ein eigenes, unverwechselbares Telefonverhalten. Somit sind die Ansprüche an das Handy auch ganz verschieden. Es gibt Menschen, die ihr Telefon immer ausgeschaltet lassen und es nur im Notfall benutzen, die tragbare Notrufsäule sozusagen. Andere hingegen können selbst bei einer wilden Wildwasserfahrt nicht auf ihr geliebtes Telefon verzichten. So verschieden die einzelnen Modelle sind, so unterschiedlich sind ihre Nutzer.

Sieben Typen
Die Versuche, Handynutzer zu klassifizieren, waren gar vielfältig. Einige viel versprechende Ansätze sollen hier beschrieben werden. Der Mobilfunkriese Motorola hat sieben Typen herausgefiltert, deren Entsprechungen unterschiedliche Vogelarten darstellen. In einer simplen Umfrage kann der Interessierte nun herausfinden, welchem Vogel man am ehesten entspricht. Wenigtelefonierer und Sicherheitsbedürftige finden sich in der unverwöhnten Taube wieder. Papageien telefonieren in jeder nur erdenklichen Situation- auch in Bus und Bahn, sodass Mitreisende die Namen der Eltern, des Freundes und der Haustiere kennen.

Pinguin oder Pfau?
Der Pinguin ist anspruchslos und altmodisch. Er erwartet, dass getroffene Verabredungen auch eingehalten und nicht durch eine Kurzmitteilung verschoben werden. Textende Jugendliche im Bus betrachtet er mit einem Stirnrunzeln.
Der Pfau schließlich kauft sich ein neues Handy, wenn das Alte außer Mode geraten ist. Ganz so wie der tierische Pfau seine schöne Federpracht präsentiert, ist auch für den Handypfau die Selbstdarstellung ein wesentlicher Teil seiner Persönlichkeit. Mit seinem Gerät ist er in der Lage, sich die aktuellsten Musiktitel herunterladen oder selbstständig Klingeltöne zu komponieren.

Handy neu oder älter?
Eine andere Charakterisierung richtet sich mehr nach dem Aussehen des Telefons. Sie macht deutlich, wie das Telefonverhalten im eigenen Modell reflektiert wird. Was sagt das Telefon also über den Besitzer aus?
Auch hier gibt es den anspruchslosen Telefonierer. Ihn erkennt man an einem ganz und gar unauffälligen, meist schon älteren, Handy. Es soll telefonieren und Textnachrichten verschicken können. Jeder Trend geht an ihnen spurlos vorüber. Die technisch hochentwickeltsten und funktionsstärksten Geräte besitzen eindeutig die Technikbegeisterten.

Handy als Modeobjekt?
Das Handy ist mehr als nur ein Telefonapparat, mit dem man zufällig auch noch telefonieren kann. Es ist Gegenstand unzähliger geopferter Freizeitstunden. Diese Menschen lassen sich ihr Hobby einiges kosten, denn die Kamera mit der höchstmöglichen Pixelzahl muss sich in ihrem Besitz befinden. Sie sind der Stolz jedes Mobilfunkanbieters, weil nur sie alle technischen Neuerungen und Entwicklungen auch mit dem größtmöglichen Respekt zu würdigen wissen.
Auffällige Handyketten oder Handytaschen in Leopardendruck lassen den Design Fetischisten deutlich zutage treten. Nicht das Innenleben sondern die Optik ist für sie das entscheidende Kriterium. Das neue pinkfarbene Telefon wurde ausgesucht, weil es so schön zu den Lieblingsschuhen passt und fungiert hauptsächlich als Modeobjekt.

Telefon für Sportler
Der Extremsportler stellt ganz andere Ansprüche an sein Telefon. Es soll auch im freien Fall, einer rasanten Mountainbiketour oder einer Wildwasserfahrt funktionieren. Die Hersteller haben für solche Menschen sehr robuste, mit Silkon- und Gummidichtungen versehene Modelle entwickelt, die wasserfest sind und größere Stöße und Schläge unbeschadet überstehen.
Die Bezeichnungen der einzelnen Typen sind so malerisch wie expressiv. Ein schönes Beispiel ist der „Daumen-Jockey“, der das Schreiben von Kurznachrichten zu einer wahren Kunst und Meisterschaft entwickelt hat.