Teletakter sind Erziehungshalsbänder für Hunde. Teletaktgeräte werden sowohl auf Hundeausbildungsplätzen als auch in Hundeschulen verwendet. Die Anwendung dieses umstrittenen Hilfsmittels bei der Hundeausbildung ist durch das Tierschutzgesetz offiziell verboten.
Gehorsam durch Elektroschock
Das Teletaktergerät ist ein Halsband, an welchem ein streichholzschachtelgroßer Empfänger befestigt ist. Ein Sender sendet auf Knopfdruck Stromschläge. Der Vorteil des Einsatzes von einem Teletakter ist, dass der Hundeführer auch in weiter Ferne sofort direkt auf den Hund einwirken kann. Ein Beispiel dazu. Wenn ein Hund wildert und nach einer halben Stunde oder länger zurückkommt, wird er vom Hundehalter bestraft. Der Hund kann diese Bestrafung jedoch nicht mit dem Wildern in Verbindung bringen und weiß im Endeffekt überhaupt nicht, warum er bestraft ist. Schlimmstenfalls verknüpft er die Bestrafung mit dem Kommen. Was passiert, wenn der Hund das nächste Mal gerufen wird? Er kommt nicht mehr! Teletaktgeräte haben eine Reichweite von bis zu 800 Metern. Der Hund verbindet die Bestrafung mit dem Wildern. Nach Einsatz des Teletakters kann der Hund gerufen werden, er kommt und wird gelobt.
Teletakt ist für die Privatanwendung bei der Hundeausbildung verboten
In Hundeschulen und auf Hundeübungsplätzen wird das Teletaktgerät schon seit mehreren Jahren nicht mehr eingesetzt. Das Tierschutzgesetz erlaubt den Einsatz von Erziehungshilfen wie Teletaktern ausschließlich für so genannten sachkundigen Hundeausbildern, wie Jägern und Diensthundeausbildern bei Polizei und Militär. Die genauen Bestimmungen, von wem, wann und wie Teletakter eingesetzt werden dürfen, ist im Tierschutzgesetz geregelt. Teletakt führt ebenfalls nicht immer zum gewünschten Erfolg. Es ist ein technisches Gerät und Technik kann versagen. Was ist, wenn der Hund wildert und gerade in diesem Moment ist die Batterie alle? Es ist ebenso schon vorgekommen, dass die Hunde durch die Verwendung so verschreckt wurden, dass sie auf und davon waren, dabei auf Wild stießen und anfingen, zu wildern oder Jogger verfolgten. Ferner kann es vorkommen, dass der Hund, vor allem, wenn dieser schon etwas in die Jahre gekommen ist, durch den Einsatz von Teletaktern Herzrhythmusstörungen bekommt. Ebenso wurde belegt, dass durch Teletakter Hunde im Wesen gestört und seelisch völlig gebrochen waren. Die Ergebnisse von Teletaktgeräten mögen anfänglich für sich sprechen, doch dauerhaft sind sie keinesfalls. Wenn Hunde jagen und wildern, belohnen sie sich selbst durch die Beute. Dass ein Hund durch den Einsatz dieser Geräte für lebenslänglich das Jagen aufgibt, ist mehr als zweifelhaft. Besser ist es, schon vom Welpenalter an guten Grundgehorsam zu trainieren, eindeutige Kommandos, starke Nerven, und wenn alles nichts hilft, eine sehr lange Leine, an welcher der Hund laufen darf. Eine andere Möglichkeit ist es, dem Hund eine Ersatzbeschäftigung, zum Beispiel Agility anzubieten.