Tellington Touch: Kommunikation zwischen Mensch und Tier

Partnerschaft und Vertrauen zwischen Mensch und Tier durch Körperarbeit mit dem Tellington Touch.


Auf der Grundlage von Kooperation und Mitgefühl gründete die Reitlehrerin, Ausbilderin und Pferdepsychologin Linda Tellington-Jones ihre Form der Körperarbeit mit Pferden, den Tellington Touch (T-Touch). Was als „neuer Weg im Umgang mit Pferden“ begann, wurde rasch vom Erfolg auch auf andere Tierarten übertragen. So arbeitete sie ebenfalls mit Hunden und Katzen aber auch mit exotischen Tieren wie zum Beispiel Schlangen, Affen und Großkatzen. Auch beim Menschen lässt sich der T-Touch anwenden.

Die Methode
Die Tellington-Methode besteht aus drei Komponenten, unter denen der T-Touch eine wichtige Stellung einnimmt. Er umfasst verschiedene kreisförmige aber auch hebende und gleitende Bewegungen, die mit den Fingerkuppen oder den Händen ausgeführt werden. In Verbindungen mit Übungen am Boden und Übungen unter dem Sattel, vertieft der T-Touch die Verbindung zwischen Mensch und Pferd, fördert die Kooperationsbereitschaft des Tieres und steigert sein Gleichgewicht und seine Koordinationsfähigkeit. Das Lernen und überwinden von Ängsten und Blockaden wird für das Tier so leichter und in einigen Fällen überhaupt erst möglich gemacht. Üben kann der Mensch die einzelnen Bewegungen leicht an sich selbst oder an anderen Menschen. So lässt sich auch ein gutes Gefühl für die benötigte Druckstärke erfahren. Übt man an anderen Menschen hat das für den Partner gleichzeitig den Effekt einer angenehmen Wellness-Behandlung.

Worauf baut die Methode auf?
An erster Stelle steht die Anerkennung des Pferdes als ein Individuum mit eigenen Gefühlen und eigener Persönlichkeit. Daraus resultiert ein freundliches Verständnis für das Tier und die Ablehnung von Gewalt ihm gegenüber. Dies schafft die Basis für angstfreies Lernen bei dem es dem Pferd ermöglicht wird mehr Selbstbewusstsein zu erringen und seine Reflexe zu überwinden. Die Tellington-Methode bringt das Pferd über den reflexhaften Oppositions- und Fluchtinstinkt hinaus, hilft ihm seine Furcht zu überwinden und lehrt es zu denken, willig mitzuarbeiten und seinem Reiter zu vertrauen.

Vertrauensbildende T-Touches
Sie sind das Kernstück in der Beziehung zu Ihrem Tier sofern diese auf Vertrauen beruhen soll. Diese Berührungen geben dem Tier ein Gefühl der Sicherheit und des Geborgenseins. Sie wirken beruhigend, entspannend und teilweise wärmend und geben dem Tier auf angenehme Weise Vertrauen in sich selbst und seinen Partner den Mensch.

Bewusstseinsfördernde T-Touches
Mit den bewusstseinsfördernden T-Touches wird die Eigenwahrnehmung des Tieres gestärkt. Das Gefühl des Tiers für seinen eigenen Körper im Raum wird verbessert und somit auch seine Koordinationsfähigkeit und sein Gleichgewicht. Mit diesem Bewusstsein wächst die Sicherheit. Stressreaktionen und Schreckhaftigkeit werden vermindert.

T-Touches für die Gesundheit und Leistungsbereitschaft
Vertrauensbildende- und Bewusstseinsfördernde T-Touches tragen natürlich zur Gesundheit und zur Leistungsbereitschaft der Tiere bei aber für akute Probleme, wie zum Beispiel Koliken, Traumata und Schockzustände gibt es ebenfalls helfende Berührungen. Sie können Schmerzen erleichtern, den Kreislauf anregen und Einfluss auf Puls und Atmung des Tieres nehmen. Einen Tierarzt ersetzen sie allerdings nicht auch wenn sie ihm die Arbeit oft deutlich erleichtern. Tiere haben hauptsächlich die Möglichkeit über ihre Körpersprache mit uns zu kommunizieren. Der Tellington Touch gibt uns ein gutes Werkzeug an die Hand um diese Kommunikation zu verbessern.