Temeschburg - Allemal eine Reise wert

Temeschburg ist die zweitgrößte Stadt Rumäniens sowie kulturelles und wirtschaftliches Zentrum des Banats im Westen des Landes.


Mit über 310.000 Einwohnern liegt Temeschburg im Dreiländereck Rumänien, Ungarn und Serbien an den Ausläufern der Südkarpaten. Die gepflegte und lebendige Stadt hat neben ihren Universitäten auch ein reichhaltiges kulturelles Angebot mit einer Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Die berühmteste Persönlichkeit der Stadt war wohl Johnny Weismüller, der erste Tarzan-Darsteller.

Eine Stadt mit bewegter Vergangenheit
Temeschburg oder Temeswar wurde im Jahr 1154 erstmals urkundlich erwähnt. Die Stadt verdankt ihren Namen dem Fluss Temesch, der aber sein Flussbett zehn Kilometer abseits der Stadt hat. Durch die Stadt fließt der Begakanal. Die Geschichte der Stadt ist vom Zusammenleben verschiedener Nationalitäten geprägt. Im Laufe von Jahrhunderten änderte sich die ethnische Zusammensetzung der Bevölkerung durch die wechselnden Staatszugehörigkeiten. Temeschburg war in der Geschichte mehrfach belagert und auch Festungs- und Garnisonsstadt des Kaiserreiches Österreich. Wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung erreichte die Stadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Wesentlich dazu beigetragen haben die Kanalisierung des Bega-Flusses, der dadurch schiffbar gemacht wurde sowie der Bau der Eisenbahn. Bemerkenswert und wenig bekannt ist, dass Temeschburg am 12. November 1882 die erste europäische Stadt mit einer elektrischen Straßenbeleuchtung war. Seit 1920 gehört Temeschburg zu Rumänien.

Eine moderne und lebendige Stadt
Temeschburg ist eine belebte Universitätsstadt und hat auch sonst jede Menge zu bieten. Die Stadt verfügt über eine Oper, die aufgrund des sumpfigen Gebietes auf 1.600 riesigen Eichensäulen errichtet wurde. Neben dem Nationaltheater gibt es noch ein deutsches und ein ungarisches Staatstheater sowie ein Puppentheater und die Staatsphilharmonie. Zahlreiche Kirchen verschiedener Konfessionen gehören zum Stadtbild, genauso wie unzählige gepflegte Blumen und Grünanlagen. Die schönste Anlage ist der Rosenpark mit seinem phantastischen Rosengarten. Das ganze Jahr über werden kulturelle Veranstaltungen angeboten und natürlich gibt es eine Menge Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch wert sind. Der älteste Platz der Stadt ist der Domplatz im Barockstil. Vom Freiheitsplatz aus, kann man das Alte Rathaus, das Schloss des Grafen Soro und das Denkmal des Heiligen Nepomuk sehen. Beeindruckend ist die prunkvolle Metropolitenkathedrale, die im byzantinischen und altrumänisch-moldawischen Stil erbaut ist. Sehenswert sind auch die Schlösser wie das Huniade Schloss, das derzeit das Geschichts- und Naturwissenschaftsmuseum beherbergt oder das Barocke Schloss aus dem 18. Jahrhundert. Durch den internationalen Flughafen im Osten der Stadt ist Temeschburg leicht zu erreichen.