Tendinitis Calcarea: Symptome, Therapie, Ursachen

Viele Menschen leiden unter einer Tendinitis Calcarea, der sogenannten Kalkschulter, die oftmals in Schüben auftritt.


Die Tendinitis Calcarea oder auch Kalkschulter, ist eine Erkrankung, die insbesondere Frauen zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr betrifft. Sie wird meisten erst relativ spät bemerkt, da sie zwischen den sogenannten „Schüben“ relativ schmerzfrei verläuft.

Symptome
Wenn Symptome auftreten, sind es meistens Schmerzen im Schulterbereich. Viele Patienten klagen besonders über Schmerzen in der Nacht, beim Umdrehen im Schlaf. Die resultierende Müdigkeit und Erschöpfung, in Kombination mit den Schulterschmerzen, treiben den Betroffenen meist zum Arzt. Dieser kann mit Hilfe von Ultraschall oder Röntgenbildern Kalkablagerungen entdecken, falls die Krankheit schon weit genug fortschritten ist. Kleine, meist jedoch ebenfalls schmerzfreie Ablagerung können mit heutigen diagnostischen Mitteln jedoch leider nicht aufgespürt werden. Ein wichtiges Merkmal der Tendinitis Calcarea ist, dass diese Krankheit nicht kontinuierlich sondern phasenweise verläuft. Das bedeutet, dass Betroffene meist für einige Wochen (scheinbar) gesund sind, sich ihr Zustand jedoch plötzlich verschlechtern kann. Diese Schübe gehen mit starken Schmerzen einher. Besonders schlimm sind die Schmerzen bei Tätigkeiten oberhalb der Schultern. Auch die Auflösung einer Kalkablagerung verursacht starke Schmerzen, welche kaum mit Medikamenten gelindert werden können.

Therapie
Vor der operativen Entfernung eines Kalkdepots haben Betroffene eine Reihe von Optionen. Wenn diese jedoch versagen und die Schmerzen für den Patienten nicht zu ertragen sind, muss über einen operativen Eingriff nachgedacht werden. Zuvor wird jedoch versucht, die Schmerzen ohne Operation in den Griff zu bekommen und im Optimalfall das Kalkdepot aufzulösen. Bei der Schmerzbehandlung haben sich nicht steroidale Antiphlogistika als wirksam erwiesen. Es handelt sich dabei um Stoffe die wirken wie „normale“ Kopfschmerztabletten: Sie hemmen Schmerz-Botenstoffe und lindern die Entzündung.

Während eines akuten Schubs von Tendinitis Calcarea greifen Ärzte häufig zu betäubenden und kortisonhaltigen Spritzen um direkte Linderung zu verschaffen. Kortison hat die Eigenschaft das Immunsystem zu beeinflussen und dadurch Entzündungen zu bekämpfen. Um schmerzbedingte Schultersteifheit zu verhindern, ist Physiotherapie als begleitende Therapie sehr wichtig.
Außerdem können alternative Therapien wie Akupunktur/Akupressur und Röntgentiefenbestrahlung, die Öffnung der Depots durch Needling, therapeutischer Ultraschall oder Elektrotherapie und Iontophorese-Anwendung gute Erfolge erzielen.

Ursachen
Die Ursachen von Tendinitis Calcarea sind nicht gänzlich bekannt. Wahrscheinlich ist, dass Belastungen durch Sport oder Beruf zu Durchblutungsstörungen führen, welche dann den Umbau von Sehnen zu knochenartigem Gewebe verursachen. Genetische Veranlagung zu Durchblutungsstörungen könnten ein weiterer Grund sein. Aber selbst wenn man an Tendinitis Calcarea erkrankt, sollte das kein Grund sein, sämtliche Tätigkeiten aufzugeben und sich ausschließlich zu schonen. Im Gegenteil: Es hilft ein aktiver Lebensstil dabei, die Beweglichkeit der Schulter trotz Erkrankung zu erhalten.