Tennisarm: Behandlungsmöglichkeiten für diese schmerzhafte Erkrankung

Obwohl der Name es vermuten ließe, kommt der Tennisarm oder auch Tennisellenbogen nicht ausschließlich vom Tennisspielen.


Der medizinische Fachbegriff des Tennisarms lautet Epicondylitis lateralis humeri und es handelt sich dabei um eine Entzündung am Sehnenansatz der Unterarmstreckmuskulatur an der Daumenseite des Ellenbogengelenkes. Ursache ist meist eine berufliche oder auch sportliche Überbeanspruchung, beispielsweise durch Tennis oder einseitige Belastung bei einer Schreibtischtätigkeit. Eine permanente Reizung verursacht eine nichtbakterielle Knochenhautentzündung. Doch es ist nicht nur diese Entzündung, die für die Schmerzen ursächlich ist, Fachleute gehen davon aus, dass auch eine chronische Verkrampfung der Muskulatur eine bedeutende Rolle für die Schmerzsymptomatik spielt. Von einem Golferarm spricht man übrigens immer dann, wenn die Innenseite des Ellenbogengelenkes in ähnlicher Weise betroffen ist.

Symptome des Tennisarms
Die Überbeanspruchung der Muskulatur an ihren Ursprüngen löst den für den Tennisarm charakteristischen Schmerz aus. Bei bestimmten Bewegungen oder bei Druck tut es weh. Oft ist der Arm nur eingeschränkt nutzbar und verliert immer mehr an Kraft. Bei einer Untersuchung sollte abgeklärt werden, ob es sich auch wirklich um einen Tennisarm handelt, denn auch Arthrose oder Entzündungen können ähnliche Symptome hervorrufen, die häufig als Tennisarm fehlgedeutet werden.

Konservative Behandlung
Zunächst wird ein Tennisarm mit der konservativen Methode therapiert. Behandelt wird dabei mit entzündungshemmenden Medikamenten. Dazu gehören auch die Anlage von Salbenverbänden und Injektionen mit schmerzstillenden Medikamenten. Schmerzlinderung bringt auch das Tagen einer Oberarmgipsschiene zur Ruhigstellung oder einer besonderen Manschette. Des Weiteren sollte Krankengymnastik verordnet werden, um die verkrampfte Unterarmmuskulatur zu dehnen und zu lockern.

Letzter Ausweg: Operation
Tritt nach circa sechs Monaten trotz dieser Behandlung keine Besserung auf oder kommt es womöglich sogar zu einer Verschlechterung, sollte eine Operation in Erwägung gezogen werden. Ein solcher Eingriff kann in den meisten Fällen ambulant durchgeführt werden, wenn nichts dagegen spricht. Oft reicht auch eine minimal-invasive Operation, bei der ein maximal ein Zentimeter langer Schnitt über dem äußeren Epikondylus gemacht wird und so die Sehnenursprünge und Muskulatur abgetrennt werden. Handelt es sich jedoch um stark ausgeprägte Fälle, so ist ein ausgedehnteres Vorgehen notwendig.

Nach der Operation
Nach einer Tennisarm-Operation muss der Patient circa zwei Wochen lang eine Oberarmgipsschiene tragen, um den Arm ruhig zu stellen. Danach kann er langsam mit vorsichtigen Bewegungsübungen beginnen, oft ist eine Krankengymnastik sinnvoll.