Tennisellbogen Therapie – Ablauf

Die schmerzlindernde Tennisellbogen Therapie umfasst herkömmliche Methoden wie Injektionen und Kompressen sowie operative Maßnahmen


Starke Schmerzen im Ellenbogenbereich, Unterarm und in der Hand sowie das Gefühl, weniger Kraft im Arm und in den Fingern zu haben: das sind deutliche Anzeichen für einen sogenannten Tennisellbogen. Der Name täuscht – weniger als zehn Prozent der Betroffenen spielen tatsächlich Tennis. Neben anderen Sportarten wie Golf oder Klettern lösen noch viele weitere Tätigkeiten, die die Unterarmmuskulatur einseitig überbeanspruchen, diese Entzündung der Sehnenansätze aus. Dazu zählen zum Beispiel Hausarbeit, die Bedienung eines PCs per Maus oder Tastatur sowie handwerkliche Tätigkeiten. Dieser schmerzhafte Zustand wird durch eine Tennisellbogen Therapie behoben. Der erste Schritt dafür ist der Besuch beim Arzt.

 

Konservative Therapie

  • Sei es Sport oder Gartenarbeit – der Auslöser der Krankheit darf für mehrere Wochen nicht mehr ausgeübt werden, wenn die Tennisellbogen Therapie anfängt. Außerdem sollte der Betroffene Arm generell geschont werden. Dann kann die Behandlung beginnen, wobei man zunächst zu konservativen, also nicht-operativen Methoden greift.

 

  • Es werden Medikamente wie Schmerzmittel und entzündungshemmende Salben eingesetzt. Auch Injektionen mit schmerzstillenden und entzündungshemmenden Medikamenten sind üblich. Um die Muskulatur zu lockern, wird der Arm zusätzlich massiert. Einige Ärzte setzen auch Akupunktur ein, die in manchen Fällen die Entzündung stoppt und den Schmerz lindert.

 

  • Unterstützend zu dieser Art der Tennisellbogen Therapie sollte der Patient Kälte- und Wärmekompressen auf die betroffene Stelle legen. Dafür eignen sich zum Beispiel Eisbeutel, Rotlicht oder Fangopackungen.

 

  • Klingt der Schmerz langsam ab, sollte der Patient zur Krankengymnastik gehen. Dort lernt man verschiedene Übungen, die die Muskeln dehnen, lockern und langfristig stärken.

 

Alternativen: Operation und Gipsverband

  • Wirkt diese Tennisellbogen Therapie nicht, gibt es auch noch andere Behandlungsmethoden. Früher wurde ein Tennisarm oft eingegipst. Da sich dabei aber die Muskulatur zurückbildet und so die Heilung behindert, wird ein Gips heute nur noch im Notfall angelegt – nämlich dann, wenn sich der Arm nicht anders ruhigstellen lässt.

 

  • In seltenen Fällen zeigen die Behandlungsversuche nach mehreren Monaten immer noch keine Wirkung. Dann ist eine Operation möglich, bei der es zwei Methoden gibt. Die betroffenen Sehnen können einerseits am Ellenbogenknochen abgetrennt werden.

 

  • Andererseits ist es auch möglich, die Nerven, die den Ellenbogen versorgen, zu durchtrennen. Nach der Operation ist es wichtig, Gymnastik und Fingerübungen zu machen, damit sich das Gewebe regenerieren kann.