Der "weiße Sport" ist eigentlich eine geradlinige Angelegenheit, nicht nur was die Flugbahn des Balles anbelangt, sondern auch bei der Bekleidung. Weiß war seit Bestehen dieses Sportes an dominierend – geschichtlich betrachtet wohl eher aus praktischen Gründen denn aus modischen. Farbige Akzente findet man erst seit jüngeren Jahren, beginnend mit den frühen 80ern. Die Basics hingegen sind seit nunmehr gut einem Jahrhundert gleich geblieben und haben sich nur wenig bis gar nicht geändert. Tennisrock oder Shorts, Oberteil, Schuhe und Socken, aber auch wichtige Accessoires, wie das eher unmodische Stirnband, alternativ auch ein Haargummi, gehören zu jedem Tennis-Outfit dazu und sind auch nicht weg zu denken. Natürlich nicht. Die Kombination hat sich über Jahrzehnte hinweg bewährt und man soll nicht trennen, was der "Tennisgott" zusammengefügt hat.
Funktionalität on top
Tatsächlich ist die gängige Kombination aus kurz geschnittenen Einteilern (kurzärmeliges Oberteil und Shorts/Tennisrock) äußerst funktionell und praktisch; kein Wunder, ist doch auch kein anderer Ballsport derart abhängig von gut sitzender, bequemer, vor allem einschränkungsarmer Kleidung. Und wo kein echter modischer Spielraum mehr bleibt, dort bleibt nur Platz für neue Ideen in Sachen Verarbeitung – ein Aspekt der dafür nicht nur rasante, sondern auch revolutionäre Fortschritte gemacht hat.
Mögliche Kombinationen
Ein gutes Tennis-Outfit besteht heute aus thermo-aktiven (Temperatur-regelnden) Stoffen, ist pflegeleicht und trotzdem chic. Obwohl die Damenwelt auch hier durchaus noch Shorts trägt, so hat der klassische kurze Tennisrock nichts an Charme eingebüßt – im Gegenteil, ist er durch seinen extrem kurzen Schnitt doch mit Abstand die weiblichste Komponente unter den sonst größtenteils sehr sportlich, nicht selten gar maskulin angelegten Kleidungsstücken für die Tennis spielende Frau. Daneben findet seinen Platz ein ebenso kurzes Oberteil, meist in Form von T-Shirts oder Tank-Tops. Dank neuartiger High-Tech Fasern aber gehören inzwischen sogar Polo-Shirts zu den beliebten Oberteilen, sowohl beim Mann als auch bei der Frau. Modisch betrachtet bietet das Oberteil, neben verschiedenen Schnitten beim Tennisrock, den meisten Spielraum – jährlich wechselnde Kollektionen in Farbe, Schnitt und auch Musterung schaffen Abwechslung.
Zwei Teile machen noch kein Outfit
Wichtige Bestandteile sind daher natürlich auch das Schuhwerk und die Socken. Da es sich um einen zuweilen sehr ausdauernden Sport handelt, sind sie vielleicht sogar die wichtigsten. Heutige Tennis-Socken sind nicht nur ebenfalls geprägt von hohem Tragekomfort und Temperatur- und Schweiß-regelnder Stoffe, sondern zudem häufig in der Mittelsohle verstärkt. Wie jeder andereTenniskleidung auch sind sie außerdem hoch elastisch und strapazierfähig.
Ein bequemer Sport-BH aus Klimafasern sollte unter keinen Umständen fehlen, ebenso wenig wie diverse Accessoires. Schweißbänder an Armen und Stirn, wahlweise Caps oder auch Bandanas, komplettieren ein Court-Outfit nicht nur in praktischer und funktioneller Hinsicht, sondern können auch als modisches Accessoire die sonst eher einheitliche Kleidung ein wenig brechen und zusätzlich Farbe und Individualität ins Spiel bringen.