Bei der Saitenwahl muss der Tennisspieler grundsätzlich zwischen Naturdarm- und Kunstsaiten entscheiden. Zwar wählen viele Tennisprofis die natürliche Variante, allerdings stehen moderne Hightech Synthetiksaiten den meist aus Kuhdarm gefertigten Natursaiten qualitativ in nichts nach.
Die verschiedenen Vorteile
Hinzu kommt, dass Kunstsaiten wesentlich günstiger in der Anschaffung sind. Neuartige synthetische Tennissaiten bestechen vor allem durch ihre Allround-Fähigkeiten; so sind sie gleichzeitig präzise und explosiv. Besonders Nylon als Material besticht hier und verschafft dem Spieler Sicherheit beim Schlag. Egal, ob er den Rückhand Slice oder den voll durchgezogenen Vorhand Topspin als seinen Paradeschlag bezeichnet, eine hochwertige Nylonsaite wird allen Vorlieben in dieser Hinsicht gerecht. Darüber hinaus zeichnet sich Nylon durch Belastbarkeit und Haltbarkeit aus. Tennissaiten, die aus Kuhdarm gefertigt sind, sind oftmals anfälliger für wechselnde Witterungen, sodass die Schläger öfter neu bespannt werden müssen. Nylon hingegen verzieht sich nicht so stark, wenn der Spieler beispielsweise erst in der Sommerhitze spielt und dann erst wieder in der eher kalten Tennishalle. Wie zuvor schon angesprochen, ist natürlich auch der Kostenfaktor bei der Saitenwahl entscheidend. Während eine vernünftige Darmseite selten für unter 25 Euro pro Set zu haben ist, kosten vergleichbare Nylonsaiten oft weniger als die Hälfte in der Anschaffung.
Wenige Nachteile
Obwohl manche Nylonsaiten hin und wieder Probleme mit dem Spannungsverlust bekommen, kann das bei entsprechender Verarbeitung weites gehend aufgefangen werden. So muss beim Kauf einer Nylonsaite beachtet werden, dass diese möglichst viele Ummantelungen hat.
Als erfahrener und guter Tennisspieler sollte man davon absehen andere synthetische Materialen als Nylon zu spielen. Das gilt vor allem für Polyester als Material, das zwar leichte Vorteile beim vorher erwähnten Spannungsverlust hat, sich sonst aber sehr starr und wenig griffig präsentiert.
Fazit
Insgesamt bietet Nylon als Material für Tennissaiten somit das beste Paket. So bietet es erfahrenen und guten Spielern mehr als ordentliche dynamische Eigenschaften, was vor allem für den Topspin sehr wichtig ist. Darüber hinaus sind die Anschaffungskosten vertretbar. Zusätzlich darf der Faktor der wechselnden Witterung nicht außer Acht gelassen werden. Schließlich wird gerade in Deutschland viel im Frühsommer gespielt, hier sind große Temperaturschwankungen zwischen feuchter Kälte und trockener Hitze jederzeit möglich. Von der Qualität überzeugt bei Tennissaiten nur noch die Naturdarmsaite, die allerdings aus Kuhdarm gefertigt sein muss und auch wegen des aufwendigen Herstellungs-verfahrens entsprechend um ein vielfaches teurer ist.