Teppichkäfer - die winzigen Textilschädlinge

Der Teppichkäfer ist in etwa so schädlich wie die Kleidermotte und befällt Textilien aus organischem Material.


Der winzige Teppichkäfer, er wird etwa 3 Millimeter lang, ist oval und hat eine überwiegend dunkle Oberseite mit weißen Flecken. In der freien Natur sind diese Käfer sehr nützlich, wenn es darum geht mumifizierte Tierkadaver mit Fell zu beseitigen. Im Haus und Wohnraum des Menschen handelt es sich um Materialschädlinge, die Allergien auslösen können. Gerade im Winter mag dieser Käfer die Wärme in Häusern und verbreitet sich dort schnell. Dort findet man sie auch überwiegend vor. Wenn die Larven schlüpfen, verlassen sie die Häuser, um sich in der Natur aus Blüten zu ernähren. Zu dem Zeitpunkt werden die weiblichen Teppichkäfer begattet und kehren zur Eiablage in die Häuser zurück. Wie bei der Kleidermotte auch, ist nicht der Teppichkäfer selbst, sondern seine bis zu sechs Millimeter lange Larven, die Schädlinge.

Kleiderschränke und Bettkästen als Lebensraum
Der Teppichkäfer bevorzugt am liebsten dunkle Ecken, da er lichtscheu ist. So findet man die Larven in dicht eingeräumten Schubladen, Bettkästen und Kleiderschränken. Dort ernähren sie sich von den aufbewahrten Textilien. Dazu gehören alle Stoffe aus organischem Material, also Wolle, Pelz, Leder, Felle, Haare und Federn. Zurück bleiben unregelmäßig hineingefressene Löcher. Sie können allerdings auch Rosshaarfüllungen von Matratzen und Polster angreifen.

Was tun bei einem Befall?
Wenn man einen Befall mit Teppichkäfern feststellt, sollte man nicht nur aus Materialgründen sofort eine Bekämpfung dieser Schädlinge durchführen, sondern auch aus gesundheitlichen Gründen. Die Larven können nämlich mit den Pfeilhaaren, die sie am Körperende haben bei Kontakt bei manchen Menschen auch Allergien auslösen. Da das Schadbild der Teppichkäfer-Larven dem der Kleidermotten-Larven sehr ähnelt und beide den gleichen Lebensraum bevorzugen, werden diese oft verwechselt. Bei einem Befall sollte man die betreffenden Verstecke der Larven gründlich aussaugen. Dabei sollte man die kleinsten Ritzen beachten, zum Beispiel verstecken sie sich oft unter Scheuerleisten. Dazu sollte man die Larven mit Kontaktinsektiziden bekämpfen, oder mit Hilfe von giftfreien Präparaten, die man an den Verstecken der Larven anwendet.

Vorbeugende Maßnahmen
Um einen Befall von vornherein zu verhindern, kann man regelmäßig die Kleiderschränke lüften und darauf achten, dass sie nicht zu dicht und voll gepackt sind, sodass Luft zirkulieren kann. Feuchte oder getragene Kleidungsstücke sollte man nicht im Schrank aufbewahren, sowie wertvolle Kleidung aus organischem Material gut in Plastikbeuteln verpackt und luftdicht aufbewahren. Manche entsprechend gekennzeichnete Textilien sind auch schon bei der Produktion mit fraßhemmenden Produkten behandelt worden.