Terbinafin wird sowohl äußerlich in Form von Cremes, Spray oder Gel für die Behandlung von Pilzinfektionen der Nägel und Haut eingesetzt als auch innerlich in Tablettenform. Wird das Präparat oberflächlich angewendet dann insbesondere bei Hautinfektionen die durch Hautpilze (Dermatophyten) verursacht werden, aber auch bei Infektionen durch Hefepilze (Candidosen), bei der Kleiepilzflechte die in erster Linie durch den Pilz Malassezia furfur hervorgerufen wird sowie bei Ansteckung mit einem Pilz Namens Microsporum canis der vorwiegend im Tierreich verbreitet ist und häufig auf Kinder durch Katzen übertragen wird. Zur innerlichen Anwendung in Form von Tabletten wird das Medikament vor allem bei der Behandlung von Pilzinfektionen der Fuß- und Fingernägel, den sogenannten Onychomykosen angewendet.
Wirkungsweise von Terbinafin
Der Wirkstoff Terbinafin gehört zu den Allylamine, einer Wirkstoffgruppe die typischerweise ein sehr wichtiges Enzym, das sogenannte Squalenepoxidase, bei Pilzen hemmt und damit den Aufbau an der Pilz-Zellwand verhindert. Hinzu kommt das sich ein Ausgangsstoff, Squalen genannt, sich im Pilzgewebe anreichert und die meisten bereits vorhandenen Pilze abtötet. Bei der innerlichen Anwendung gelangt der Wirkstoff über die Blutbahn an den Ort der Infektion zum Beispiel ins Nagelbett und die Nagelmatrix, die für die Bildung des neuen Nagelmaterials verantwortlich ist und bekämpft sozusagen vor Ort den Pilz. Zudem kommt es zur Einlagerung der Substanz in den wachsenden Nagel und somit wird das neu gebildete Nagelmaterial nicht mehr befallen. Der Wirkstoff ist besonders bei Nagelpilzerkrankungen eine der wirksamsten Substanzen. Aber auch eine Behandlung mit Terbinafin-Tabletten bei Kopfpilz hat sich als besonders effektiv erwiesen. Damit jedoch eine Ausbreitung des Kopfpilzes verhindert wird, empfiehlt es sich eine innerliche wie auch äußerliche Behandlung vorzunehmen.
Der Wirkstoff
Die Bandbreite des Wirkstoffes umfasst ein breites Wirkungsfeld bei Pilzinfektionen der Nägel und Haut, die verursacht werden, durch Hautpilze wie Epidermophyton floccosum, Trichophyton und Microsporum. Dabei genügt bereits eine kleine Konzentration, um diese aber auch Schimmelpilze wirksam zu bekämpfen.
Der Wirkstoff hat nicht nur eine lange Wirkungsdauer er ist auch gut verträglich. Eine orale Einnahme ist lediglich ein- bis zweimal die Woche notwendig während eine äußerliche Anwendung einmal täglich ausreichend ist. Die innerliche Behandlung mit Terbinafin ist auf jeden Fall unter ärztlicher Kontrolle anzuwenden.