Terrarienbau: Anleitung und nützliche Tipps

Der Terrarienbau ist eine kostengünstige Alternative zum Kauf und bietet gleichzeitig die Möglichkeit, ein individuelles Terrarium nach dem eigenen Geschmack zu gestalten.


Der erste, aber elementare Schritt, ist die sorgfältige Planung. Um den Überblick zu bewahren und nicht unnötige Zeit während der Bauphase zu vergeuden, bietet es sich deshalb an, eine Material- wie auch Werkzeugliste zusammenzustellen. Außerdem ist es hilfreich, die eigenen Ideen mithilfe einer Skizze schriftlich festzuhalten.

Das Grundgerüst des Terrariums
Sie haben die Möglichkeit, verschiedene Materialien für den Terrarienbau zu nutzen. Ausschlaggebend für Ihre Entscheidung sind zum einen Ihr persönlicher Geschmack, zum anderen aber auch der eigene Geldbeutel. Möglich sind hier zum Beispiel Glas, Alu oder Holz, wobei Letzteres vor allem durch seine einfache Bearbeitung Vorteile bietet. Ein Holzterrarium kann aus günstigen Spanplatten bestehen, ein guter Tipp ist aber auch die Verwendung eines ausgedienten Schrankes; so umgehen Sie zum einen zeitaufwendiges sägen, hämmern und kleben, zum anderen kann ein alter Schrank schnell zu einem einmaligem Blickfang werden. Für die Frontscheibe eignet sich am Besten Glas, da es nicht so schnell zerkratzt wie Plexiglas und auch stabiler ist. Die Glasscheiben können in zwei Teilen zum Aufschieben angebracht werden, der eine Teil wird dabei mit Silikon an Holzleisten befestigt, der andere Teil bleibt beweglich und wird einige Zentimeter hinter die unbewegliche Scheibe geschoben. Eine andere Variante ist die Montage eines Einbaufensters, jedoch muss hierbei beachtet werden, dass zum Öffnen viel Platz vor dem Terrarium benötigt wird. Auf welche Weise Sie auch immer beginnen zu bauen, denken Sie daran, dass es vorgeschriebene Terrarienmindestgrößen für Ihre Reptilien gibt, welche Sie aus tierschutzrechtlichen Gründen nicht unterschreiten sollten. Gegen überschreiten spricht, soweit es Ihre Räumlichkeiten zulassen, allerdings nichts, im Gegenteil, Ihre Tiere werden Ihnen danken und viel Freude an einem großzügigem Zuhause haben.

Von Lackierungen, der Elektrik bis hin zur Inneneinrichtung
Nachdem Sie den "Kasten" fertiggestellt haben, sollten Sie mit einer Stichsäge runde oder eckige Luftlöcher, die Sie mit Lochblechen aus dem Handel versehen, aussägen, um eine gute Luftzirkulation zu gewährleisten. Außerdem bietet es sich bei Holz an, die Innenflächen mit Klarlack zu versiegeln, um es vor hoher Lustfeuchtigkeit zu schützen. Für den Boden und den unteren Teil des Terrariums sorgt anschließend das Auftragen von Epoxidharz für eine wasser- und schmutzabweisende Wirkung, sodass die Reinigung des Terrariums leichter wird.  Nun folgt der kreative Teil des Terrariumbaus: Die Innengestaltung. Hier sollten Sie die Bedürfnisse Ihres Tieres in den Vordergrund stellen und einen möglichst echt wirkenden Lebensraum schaffen. Materialien sind Ihnen auch hier freigestellt. Einfach zu bearbeiten und leicht wieder zu erneuern ist Styropor, welches Sie einfach mit einem Messer oder einer Pfeile formen und anschließend aufkleben können. Den letzten Schliff geben Sie dem Ganzen dann mit etwas Farbe. Allerdings wirken Materialien aus der Umwelt, wie Holz, zum Beispiel Äste für Schlagen, oder Steine als Versteckmöglichkeiten, oft natürlicher. Zur Fertigstellung brauchen Sie nun noch die passende Elektrik, die für zweckmäßige, dem Tier angemessene Licht- sowie Temperaturbedingungen sorgt. Jedoch ist es sinnvoll, diesen Arbeitsschritt von einem Fachmann erledigen zu lassen, um sicherzugehen, dass sich keine Fehler einschleichen. Lassen Sie Ihrer Fantasie beim Terrarienbau freien Lauf, denn auf diese Weise werden Sie ein Heim für Ihre Lieblinge kreieren, welches sicher nirgendwo im Handel erhältlich ist.