Terrassenbau eine Anleitung

Eine Terrasse in Eigenbau herzustellen ist gar nicht so kompliziert und bei Beachtung einiger Hinweise von vielen Heimwerkern zu bewerkstelligen.


Wohl jeder Besitzer eines Hauses oder auch Gartens würde sich freuen, wenn er über einen befestigten Platz oder eine Terrasse verfügen könnte, auf der Familienfeste, gemeinsame Grillabende und Gartenpartys gefeiert oder auch nur gemütlich Kaffee getrunken und entspannt werden könnte. Mit ein wenig Geschick und einigen Euros ist es gar nicht so schwer, einen solchen Terrassenbau selbst durchzuführen ohne gleich ein Bauunternehmen zu beauftragen.

Welche Materialien werden für den Terrassenbau benötigt?
Am Anfang eines Terrassenbaus steht die Auswahl der richtigen Terassenfliesen, je nach Abmessung, Material und Oberfläche. Die im Baumarkt und Baustoffhandel angebotene Palette an solchen Fliesen ist geradezu erdrückend, aber sicherlich wird jeder irgendwann das Richtige für seinen Geschmack und Brieftasche gefunden haben. Hat man sich dann für eine bestimmte Sorte entschieden, geht es ans Ausrechnen, wieviele davon für den Terrassenbau benötigt werden. Am Einfachsten geht dies, wenn man sich dazu eine kleine Skizze erstellt. Wer selbst einen Transporter oder Anhänger hat, kann das Material gleich nach dem Kauf nach Hause fahren, anderenfalls verleihen die Baumärkte oft auch Transporter oder PKW-Anhänger. Gleich mitkaufen kann man dort eine entsprechende Anzahl von Rasenkanten zur Einfassung der künftigen Terasse, am besten jeweils ein Meter lang und 25–30 Zentimeter hoch und einige Säcke Zement. Nun muß man sich nur noch einige Kubikmeter Kies oder Mineralgemisch für den Unterbau sowie etwas Sand, feinen Split oder Füllmasse besorgen, um später das Fließenbett und die Zwischenräume zwischen den Terassenfliesen verfüllen zu können.

Nun kann der eigentliche Terrassenbau beginnen
Die schwerste Arbeit steht am Beginn des Projektes – damit die Terasse möglichst frostfrei gegründet wird und die künftige Terassenfläche auch nach mehreren Jahren wirklich schön plan und eben bleibt, muss sie auf einem festen und stabilen Untergrund aufgebaut werden. Dafür muss am künftigen Platz der Terasse eine Grube ausgehoben und mit Kies oder Mineralgemisch verfüllt werden. Je tiefer man gründet, um so sicherer ist der Frostschutz, aber 20–30 Zentimeter Tiefe sollten für die meisten Zwecke genügen. Der ausgehobene Boden wird dabei an der Seite für eine spätere Verwendung zwischengelagert. Nun setzt man die Rasenkanten als äußere Begrenzung der künftigen Terasse in Magerbeton ein und richtet diese möglichst auf den Millimeter genau aus. Wer beim Terrassenbau besonders gut sein will, berücksichtigt bereits hier ein geringes Gefälle, damit später das Regenwasser in der richtigen Richtung abfließen kann. Wenn die Rasenkanten dann fest im Beton sitzen, kann das Verdichten der Kies- bzw. Mineralgemischschicht beginnen, eine Rüttelplatte leistet hier gute Dienste, ansonsten muß es eben ein Stampfer tuen. Die Kies beziehungsweise Mineralschicht muss dabei einige Zentimeter unterhalb der Rasenkanten abschließen, je nachdem, welche Stärke die zu verlegenden Terassenfliesen haben, denn später soll ja alles schön plan und passend sein. Ein bis zwei Zentimeter müssen dabei für das Fliesenbett eingeplant werden, welches man durch den Einbau von Feinsplitt, Sand – oder wer will, auch Magerbeton – auffüllt. Auch hier sollte man nochmals sehr akkurat arbeiten und ein gutes Feinplanum herstellen, denn umso exakter und stabiler werden später die Fliesen darin liegen. Nun ist es nicht mehr weit bis zum Erfolg und das Verlegen der Fliesen kann beginnen. Je nach gewünschtem Verlegemuster werden zuerst nur ganze Fliesen verlegt, für gleichmäßige Abstände können Abstandshalter sorgen. Mit einem großen Winkelschleifer mit entsprechender Trennscheibe lassen sich die Fliesen zerteilen und die Teilstücke dann in den verbliebenen Leerstellen an den Rändern eingesetzt werden. Hat man alles richtig gemacht und sauber gearbeitet, wird man mit einer glatten und gleichmäßigen Terassenfläche belohnt, bei der nur noch die Zwischenräume verfüllt werden müssen und die ihren Nutzern für viele Jahre Freude bereiten wird. Am Ende des Terrassenbaus wird noch der überschüssige Mutterboden angedeckt, verteilt oder zum Beispiel für ein Hochbeet verwendet.