Terrassenkamin selbst bauen

Nicht nur schön, auch funktionell ist der selbstgebaute Terrassenkamin, das ganze Jahr über der ideale Platz für ein gemütliches Beisammensein.


Zu Anfang steht die Wahl des Modells. In Baumärkten und im Fachhandel werden verschiedene Varianten angeboten. Bereits bei der Auswahl sollte man sich Gedanken machen, ob der Terrassenkamin mobil sein soll oder einen festen Standort bekommt. Bausätze für mobile Terassenkamine gibt es aus Metall oder Gusseisen, sie können im Garten durch montierte Räder problemlos umgesetzt werden und lassen sich auch direkt in die Nähe einer Sitzgruppe schieben. Meist wird man jedoch einen fest gemauerten Kamin vorziehen, der auf oder neben der Terrasse platziert wird.

Vorher alles gut überlegen
Schon bei der Planung nichts vergessen, auch Einzelheiten wollen richtig bedacht sein
Ein fest montierter Terrassenkamin wird aus Stein oder Beton gebaut und sollte bereits ein festes Fundament bekommen. Dabei ist schon der richtige Platz auszuwählen, die Brennkammer darf nicht direkt dem Wind ausgesetzt sein, auch sollten die Nachbarn durch den Rauch aus dem Kamin nicht belästigt werden. Beim Mauern der Steine empfiehlt es sich – falls nicht ein Bausatz mit Anleitung gekauft wird – vorher einen Plan zu machen, wie der fertige Terrassenkamin aussehen soll. Meist wird man den Kamin nicht nur als Wärmespender benutzen, sondern auch zum Grillen. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, die Öffnung für die Befeuerung groß genug zu gestalten. Wer mag, kann unterhalb der Brennkammer oder direkt neben dem Kamin gleich ein Fach einbauen, in dem Feuerholz gelagert wird.
Wer soweit vorausgedacht und vorgearbeitet hat, kann mit dem Mauern beginnen. Empfehlenswert ist es, oberhalb der Feuerfläche einen Schornstein anzulegen, so zieht der Rauch gut ab. Nach dem Mauern kann der Terrassenkamin verputzt und nach Wunsch auch farblich dekoriert werden. Wer die Grillfunktion mit eingeplant hat, sollte schon beim Bau darauf achten, dass der Grillrost in verschiedenen Höhenstellungen über dem Feuer angebracht werden kann, so ist für jedes Grillgut die richtige Hitze möglich.

Vor der Inbetriebnahme
In einigen Bundesländern und Landkreisen ist es Pflicht, vor dem Baubeginn eine Baugenehmigung einzuholen, wenn ein Bauwerk mit Fundament fest im Boden eingebaut wird. Auch der Schornsteinfeger sollte um Rat gefragt werden, wenn es sich um einen fest installierten Terrassenkamin mit Schornstein handelt, damit verhindert man späteren Ärger durch Kaminbrände oder Rauchbelästigung.
Ist dann endlich der Bau gelungen, steht der Inbetriebnahme nichts mehr im Wege.