Terrassensteine verlegen: so gehts

In der Regel sind Terrassensteine allen Extremen des Wetters schutzlos ausgesetzt. Egal, ob Schiefer, Beton oder Granit – beim Verlegen muss dies berücksichtigt werden.


Auf blanker Erde lassen sich Steine grundsätzlich kaum sinnvoll verlegen, weil Bewegungen des Bodens durch starke Regenfälle oder Frost sonst die Gefahr des Einsinkens oder von Verwerfungen mit erheblicher Unfallgefahr durch „Stolperstellen“ mit sich bringen. Es muss also zunächst ein „Bett“ für die Terrassensteine geschaffen werden, das solche Faktoren weitgehend abfangen kann. Für Terrassen mit rein privater Nutzung reicht in der Regel das Abgraben (Auskoffern) einer oberen Bodenschicht von maximal 20 Zentimetern, um dann mit Splitt (Pflastersand) aufzufüllen. Es muss hier anhand der vorgesehenen Art der Steine entschieden werden, wie grob oder fein die Körnung dieses Splitts beschaffen sein muss, um optimale Einbettung zu gewährleisten – gegebenenfalls ist ein Fachmann hinzuzuziehen.

Ohne Wasserwaage geht nichts
Diese Füllung muss dann, mit Hilfe von um die geplante Terrassenfläche herum gespannter Schnüre, die per Wasserwaage auf eine ebene Fläche auszurichten sind, abgezogen werden. Das heißt nichts Anderes, als den Splitt (etwa mit Hilfe großer Bretter und Rechen) so einzuebnen, dass er die Planvorgabe der Schnüre auf voller Fläche einhält. Das Auslegen der Terrassensteine muss dann ohne Betreten dieser Fläche erfolgen, da sonst unweigerlich Unregelmäßigkeiten der späteren Oberfläche in Kauf zu nehmen sind. Zu beachten ist auch, dass aneinander gesetzte Steine stets locker und ohne Spannung in ihrem Bett sitzen müssen. Keinesfalls dürfen sie mit Gewalt hineingeklopft werden, wenn zuviel Splitt eine reibungslose Anpassung verhindert. Dann lieber etwas Splitt herausnehmen.

Ist ein Betonbett als Untergrund sinnvoll?
Häufig meinen Planer, ein solider Untergrund aus Beton wäre optimal für Terrassensteine. Doch bei starkem Frost brechen zu dünn bemessene Betonbetten sehr schnell auf und sorgen insbesondere bei der Nutzung schwacher Platten als Terrassenbelag für Totalschäden. Ein Bett aus Pflastersand bleibt stets beweglich und erlaubt auch bei nachträglichen Bodenverwerfungen durch Frost rasche und unkomplizierte Korrekturen, da Steine einfach herausgenommen, der Splitt frisch planiert und die Terrassensteine dann gleich wieder eingesetzt werden können.