Terrazzoplatten: Hinweise zum Verlegen und Reinigen

Die Terrazzoplatten erfreuen sich einer ansteigenden Beliebtheit im Innen- und Außenbereich und sind bei richtiger Pflege ein dauerhafter Bodenbelag hoher Qualität.


Die Verwendung von Terrazzoplatten war lange Zeit aus der Mode und erfährt erst seit einigen Jahren wieder eine Renaissance. Sie bestehen aus Pressbeton und sind, je nach Art der Oberflächenbehandlung, für innen oder außen geeignet. Geschliffene und polierte Platten kennt man aus Kaufhäusern und Supermärkten, gestrahlte Platten hingegen finden sich vorwiegend in Gärten und Terrassen.

Terrazzoplatten verlegen - so geht's!

  • Um Terrazzoplatten zu verlegen gibt es drei Möglichkeiten. Das sogenannte Sandbettverfahren eignet sich nur für außen, die Verlegung im Betonbett oder das Verkleben mit Klebekitt, ist für beide Einsatzgebiete tauglich.
  • Generell muss vor dem Verlegen der Unterbeton leicht angefeuchtet werden. Anschließend wird eine 3-6cm dicke Schicht aus Mörtel oder Beton aufgegossen, in ca. 50-60cm breiten Streifen.
  • Auf diese Schicht werden die Platten aufgelegt. Für entsprechende Dehnungsfugen sorgen Fugenkreuze mit einer Breite von 2-5mm zwischen den einzelnen Platten. Pro 6x6m sollte zudem eine sog. Dehnungsleiste eingesetzt werden. 
  • Die Verlegung mittels Klebekitt ist ganz ähnlich. Der Untergrund muss hierbei bereits eben sein. Der Klebekitt wird punktuell an fünf Stellen, oder ganzflächig mit einem Zahnspachtel, auf den Untergrund aufgetragen. Das Verlegen selbst bleibt identisch.
  • Nach dem Auflegen der Platten werden diese mit einem Gummihammer leicht angeklopft. Nach 24 Stunden werden die Fugen mit Fugenmörtel zügig aufgefüllt, und mit Holzsägemehl gereinigt (nicht schlämmen).

Die richtige Pflege für ein langes Leben!

  • Frisch verlegte Terrazzoplatten für den Außenbereich werden mit einem sogenannten Penetrationsmittel behandelt, um die Aufnahme von Wasser zu verhindern. Geschliffene Platten werden mit einem Konservierungsmittel behandelt und anschließend mit sauberem Wasser mehrmals gereinigt. Dies erhöht die Lebensdauer der Steine und erleichtert die spätere Reinigung. Die Imprägnierung sollte alle 2-5 Jahre erneuert werden.
  • Auf keinen Fall sollten die Platten mit alkalischen oder säurehaltigen Reinigungsmitteln gesäubert werden, auch nicht mit Chlor, da diese die Oberfläche angreifen. Empfohlen werden neutrale Mittel auf Basis von Naturseifen, mit einem niedrigen PH-Wert.
  • In einigen Fällen kann es zu sogenannten Ausblühungen kommen (Salz- und Kalkbeläge). Diese sind eine rein ästhetische Auswirkung chemischer Reaktionen des Betons und haben keinen Einfluss auf die Substanz der Platten. Sie können aber bei Bedarf mit einem sogenannten Zementschleierentferner beseitigt werden, um die Terrazzoplatten wieder aufzuwerten.