Tetanus - Eine tödliche Gefahr bei Verletzungen

Tetanus ist eine Wundinfektion, die vom Tetanuserreger hervorgerufen. Eine frühzeitige Tetanus Impfung kann den Ausbruch der Krankheit verhindern.


Tetanus ist eine Bakterien Infektion, welche die Muskulatur des Menschen befällt und lähmt. Im Verlauf der Erkrankung breitet sich der Wundstarrkrampf vom Gesicht über den gesamten Körper aus. Das Sprechen wird schwieriger und die Atmung erliegt. Ein Drittel der Infektionen endet tödlich. Das Tetanusbakterien (Clostridium tetani) gelangt über offene Wunden in den Körper und beginnt zu wachsen. Bei diesem Vermehrungsprozess wird das Toxin Tetanospasmin produziert, welches Nervenzellen schädigt. Wer sich nicht frühzeitig und regelmäßig einer Impfung unterzieht, erhöht das Risiko einer Infektion enorm, da die resistenten Sporen des Bakteriums jahrelang in Böden und Tierkot überdauern können.

Symptome
Die ersten Anzeichen für eine Infektion treten gewöhnlich fünf bis zehn Tage nach der Ansteckung auf. Selten beträgt die Zeitspanne auch einen Monat. Meistens deutet eine Kieferlähmung als erstes Symptom auf eine Erkrankung hin. Darauf folgen grippeähnliche Anzeichen wie Fieber, Schüttelfrost und Versteifung des Nackens. Hinzu kommen Schluckbeschwerden, Halsentzündungen und Muskelkrämpfe. Das Gemüt wird leicht reizbar und rastlos.

Unbehandelte Tetanus Infektion
Im weiteren Verlauf des Wundstarrkrampfs kann es zu einer Kiefersperre kommen, so dass der Infizierte Schwierigkeiten mit der Nahrungsmittel- sowie der Gesprächsaufnahme hat. Muskelverkrampfungen im Gesicht lassen den Erkrankten zu einer Karikatur sich selbst werden. Danach greift das Toxin Rücken-, Nacken- und Bauchmuskulatur an und schränkt somit die Bewegungsfähigkeit zunehmend ein. Dies wird medizinisch auch Opisthotonus genannt, da es zu einer charakteristischen Pose kommt. Der Krampf in der Streckmuskulatur des Rückens neigt den Kopf und die Fersen nach hinten, der Torso dehnt sich wiederum nach vorne.  Auch der Schließmuskel der Blase und des Afters können von den Verkrampfungen betroffen sein und somit zusätzlich das Wasserlassen problematisch machen sowie Verstopfungen hervorrufen. Eine hohe Lärmempfindlichkeit tritt ein, die weitere Spasmen in der Muskulatur auslöst. Tödlich endet die Tetanus Infektion, wenn durch die Verkrampfungen des Körpers auch die Brustmuskulatur erstarrt. Auch die Rachenmuskeln ziehen sich zusammen und behindern so die Atmung, bis diese ganz erliegt.

 

Um diesen Krankheitsverlauf zu verhindern, sollte sich jeder einer Impfung unterziehen, die regelmäßig alle 10 Jahre aufgefrischt werden sollte.