Tetanus Impfung - Gegen die tödliche Gefahr bei Verletzungen

Tetanus ist eine schwere Infektionskrankheit. Gerade bei offenen Wunden kann man sich infizieren. Deshalb ist die Tetanus Impfung Pflicht!


Bei Tetanus handelt es sich auch um eine schwere Infektionskrankheit, die durch Bakterien verursacht wird. Das Gift der Tetanusbakterien (Clostridium tetani) verursacht eine krampfartige Starre in der Muskulatur, daher wird Tetanus auch als Wundstarrkrampf bezeichnet. Die Krankheit beginnt im Gesicht und breitet sich dann auf den ganzen Körper aus. Im Verlauf der Krankheit können die Patienten nicht mehr richtig sprechen und die Atmung setzt aus. Tetanus kann daher auch zum Tode führen und ein Drittel der Erkrankten stirbt daran.

 

Tetanus Impfung weit verbreitet
Da aber heute fast jeder gegen Tetanus geimpft ist, ist die Erkrankung heutzutage nur noch selten. Ist jemand jedoch nicht gegen Tetanus geimpft oder hat es versäumt, seinen Impfschutz auffrischen zu lassen, bedeutet das gerade im Falle einer Verletzung ein erhöhtes Risiko. Zwar kann man dann immer noch nachimpfen, aber ein aktiver Impfschutz vermeidet den Ausbruch von Tetanus. Denn wenn auch die meisten Menschen in den Industrieländern mittlerweile gegen Tetanus geimpft sind, befindet sich das Bakterium in Böden und kann über eine Wunde in den Organismus den Menschen gelangen.

 

Wann sollte nicht geimpft werden?
Daher wird die Tetanus Impfung von der Ständigen Impfkommission (STIKO) für Menschen jeden Alters in Deutschland empfohlen. Nur bei einer schweren Krankheit begleitet von Fieber sollte die Impfung verschoben werden. Denn dann ist das Immunsystem mit anderen Krankheitserregern beschäftigt und bildet eventuell keine Abwehrstoffe gegen das Tetanusgift. Bei einer leichten Erkältung kann die Impfung allerdings ohne Bedenken erfolgen.

 

Wirkung der Impfung
Bei der Tetanus Impfung handelt es sich um eine Totimpfung. Das bedeutet, dass der Impfstoff aus dem abgeschwächten Gift des Tetanus-Bakteriums besteht. Infiziert man sich daher später mit den Erregern, wird das Gift von diesen Antikörpern, die das Immunsystem aufgrund der Impfung bildete, abgefangen. Damit wird der Ausbruch der Krankheit verhindert. Für Menschen ohne Impfschutz, die sich verletzt haben oder Kontakt mit dem Tetanuserreger hatten, gibt es auch die Möglichkeit einer passiven Impfung. Diese besteht aus fertigen Antikörpern, die aus menschlichem Blut gewonnen wurden. Durch eine solche Injektion kann der Ausbruch der Krankheit verhindert oder abgeschwächt werden. Beide Impfstoffe werden direkt in den Muskel, also intramuskulär, gespritzt. Dies geschieht entweder seitlich am Po, in den Oberarm oder auch in den Oberschenkelmuskel.

Impfung schon im Säuglingsalter
Am besten impft man bereits im Säuglingsalter gegen Tetanus. Ist dies erfolgt, sollte der Impfschutz mit Erreichen des 5. Lebensjahres neu aufgefrischt werden. Eine weitere Auffrischung ist dann ab dem 9. bis 17. Lebensjahr nötig. Um den Impfschutz zu erhalten, sollten sich Erwachsene alle zehn Jahre einer weiteren Impfung unterziehen.

 

Auffrischung alle zehn Jahre
Bei Erwachsenen ist die kombinierte Tetanus-Diphterie-Impfung am besten geeignet. Gerade für Reisende und medizinisches Personal, die ein erhöhtes Risiko haben, mit dem Tetanus-Erreger in Verbindung zu kommen, ist diese Zweifachkombination praktisch. Wenn die letzte Impfung zehn Jahre zurückliegt, reicht eine einfache Auffrischung, damit der Impfschutz gegen Tetanus weiterhin besteht. Bei Personen mit einer sogenannten Impflücke von beispielsweise zwei Jahren wird allerdings eine Grundimmunisierung für einen ausreichenden Impfschutz empfohlen. Diese kann man durch drei Injektionen jederzeit nachholen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob bereits ein Impfschutz gegen Tetanus besteht, können Sie die Impfung jederzeit nachholen. Mehrfachimpfungen schaden in diesem Fall nicht.

Nebenwirkungen
Allgemein wird die Impfung gegen Tetanus als sehr zuverlässig eingeschätzt. Es müssen auch keine Zeitabstände zu anderen Impfungen eingehalten werden. In der Regel kann eine Tetanusimpfung nur leichte Nebenwirkungen hervorrufen. Dazu gehören Reaktionen an der Injektionsstelle, eventuelle Abgeschlagenheit und auch eine Erhöhung der Körpertemperatur ist aufgrund der Immunabwehr für kurze Zeit möglich. In seltenen Fällen kann es auch zu kurzfristigen Magen-Darm-Beschwerden kommen. 

 

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