Tetanus - Therapie

Bei einer Tetanus Therapie werden zunächst Antibiotika und Immunglobulin verabreicht. Infolgedessen werden dem Patienten weitere Medikamente zur Beruhigung und Linderung der Schmerzen und zur Krampfprävention gegeben...


Bei einer Tetanus Infektion gelangt das Bakterium Clostridium tetani durch oftmals kleinste Wunden in den Körper und beginnt sich zu vermehren. Bei diesem Prozess wird das Toxin Tetanospasmin freigesetzt, welches die Nervenzellen schädigt und somit die Muskulatur lähmt. Der Wundstarrkrampf erschwert Bewegungen, Sprechen und zuletzt auch die Atmung. Solange das bereits produzierte Tetanusgift noch nicht die Rückenmarks- und Gehirnzellen beeinträchtigt hat, kann das Toxin durch die Verabreichung von Tetanus-Immunglobulin neutralisiert werden. Um die Bakterien abzutöten und eine weitere Giftproduktion zu vermeiden, werden dem Erkrankten verschiedene Antibiotika gegeben. Der Wundstarrkrampf ist eine schwere Infektionskrankheit. Ein Drittel der Tetanus Infektionen endet aufgrund eines Kreislaufzusammenbruchs nach Krampfanfällen oder durch Erstickung tödlich.

Symptome
Erste Anzeichen für eine Infektion sind grippeähnliche Symptome. Allgemeines Unwohlsein und erhöhte Temperatur sowie ein Taubheitsgefühl in der unmittelbaren Nähe der Wunde weisen auf eine Tetanus-Erkrankung hin.

Therapie
Charakteristische Krampfanfälle in Verbindung mit einer kürzlich zugezogenen offenen Verletzung bestätigen die Diagnose Tetanus. Auf die Therapie mit Antibiotika und Immunglobulin folgt als weitere medizinische Maßnahme die Verabreichung von Medikamenten, die zur Beruhigung, Linderung der Schmerzen und Krampfprävention dienen. Die Wunde muss sorgfältig behandelt werden. Überreste von Schmutz und totem Gewebe fördern den Vermehrungsprozess der Bakterien. Tetanus Infizierte sind extrem geräuschempfindlich und reagieren auf den leisesten Laut mit Krampfanfällen. Eine ruhige Umgebung ist deshalb unbedingt notwendig.

Stationärer Aufenthalt
Bei mittelschweren bis schweren Fällen der Tetanus Infektion ist eine intensivmedizinische Kontrolle unbedingt erforderlich. Um die Atemwege bei Verkrampfungen offen zu halten, werden die Patienten häufig von Beatmungsgeräten maschinell unterstützt. Aufgrund von oftmals auftretenden Schluckbeschwerden wird die Nahrungsaufnahme entweder intravenös oder über eine Nasensonde verabreicht.

Grundimmunisierung
Anders als bei vielen Infektionskrankheiten ist der Körper nach einer Tetanus Erkrankung nicht immun gegen eine folgende Ansteckungsgefahr. Deshalb ist die komplette Grundimmunisierung notwendig, nachdem der akute Krankheitsverlauf überstanden ist.