Tetanusimpfung - Wann ist sie fällig

Das Tetanus-Bakterium kann schwere Erkrankungen auslösen weshalb man unbedingt eine Tetanusimpfung vornehmen sollte.


Tetanus ist eine schwere Erkrankung, die durch das Tetanus-Bakterium ausgelöst wird. Menschen, die sich infizieren, leiden zu Anfang an Muskelstarre und Krämpfen. Die Krankheit kann sich soweit verschlimmern, dass der Patient nicht mehr atmen und sprechen kann. Tetanuserreger sind weltweit verbreitet. Häufig wird dieser bei Kratzer und anderen kleinen Wunder übertragen. Das kann bereits bei der Gartenarbeit passieren. Da diese Erkrankung zu 50 Prozent tödlich endet, sollte man entsprechend mit einer Tetanusimpfung vorsorgen.

Wann ist eine Impfung wirklich notwendig?
Eine Impfung wird jedem Menschen empfohlen, egal welchen Alters. Man sollte sich nur nicht impfen lassen, wenn man gerade an einer schweren Krankheit leidet. Dementsprechend sollte ein qualifizierter Arzt Auskunft geben. Bei Fieber und anderen Krankheiten ist das Immunsystem so sehr geschwächt, dass es in vielen Fällen keine Abwehrstoffe produziert. Bei einer leichten Erkältung ist eine Impfung jedoch bedenkenlos. Schwangere sollten sich im ersten Drittel der Schwangerschaft nur im Notfall impfen lassen – dann wenn es zu einer Verletzung kommt. Zwingend notwendig ist eine Impfung im deutschsprachigen Raum nicht.

Wie oft sollte man sich impfen lassen?
Die erste Grundimmunisierung findet bereits als Säugling statt. In dieser Zeit bekommt man alle wichtigen Standardimpfungen, worunter sich auch die Tetanusimpfung befindet. Die erste Auffrischung sollte zwischen dem 5. und 6. Lebensjahr stattfinden und die Zweite zwischen dem 10. und 17. Lebensjahr. Tetanusimpfungen werden häufig im Rahmen von Schulimpfprogrammen durchgeführt. Erwachsene müssen die Tetanusimpfung nur noch alle 10 Jahre auffrischen lassen. Reisende, Mediziner und andere Risikogruppen sollten nicht davor zurückschrecken, eine Dreifachkombinationsimpfung durchzuführen. Diese besteht aus Diphtherie, Kinderlähmung und Tetanus. Möchte man diese auffrischen lassen, reicht eine einzige Dosis, egal wann die letzte Impfung stattgefunden hat. Auch dann, wenn die 10-Jahres-Frist überschritten wurde. Hat man die Grundimmunisierung als Kind nicht erhalten, kann man diese natürlich nachholen. Es werden drei Injektionen verabreicht, die man ebenfalls in zehn Jahren auffrischen muss. Eine Grundimmunisierung wird auch dann empfohlen, wenn kein Nachweis über die vergangenen Impfungen vorhanden ist.

Mit welchen Nebenwirkungen muss man rechnen?
Nach der Tetanusimpfung sind Rötungen an der Injektionsstelle möglich. Auch Magenbeschwerden, Fieber und Abgeschlagenheit können auftreten. Diese Nebenwirkungen sollten aber nach spätestens 24 Stunden verschwinden, ansonsten ist ein Arzt zu konsultieren.