Therapie für zyklusabhängige Brustschmerzen

Vor der Menopause leiden mehr Frauen an zyklusbedingten Brustschmerzen als nach den Wechseljahren. Der Grund für den Ausbleib der Brustschmerzen nach den Wechseljahren ist die Umstrukturierung des Hormonhaushalts.


Bis zu zehn Mal mehr Frauen leiden vor der Menopause an Brustschmerzen als nach den Wechseljahren. Mit fortschreitendem Alter werden die zyklusabhängigen Brustschmerzen (Mastodynie) häufiger und intensiver. Sie dauern meist bis zu den Wechseljahren an, während dessen die Brustschmerzen nachlassen oder vollständig aufhören. Der Grund dafür ist die Umstrukturierung des Hormonhaushalts.

 

Ein Schmerztagebuch kann behilflich sein festzustellen, ob die Schmerzen in der Brust mit dem weiblichen Zyklus zusammenhängen oder andere Ursachen eine Rolle spielen. Stellt sich dieser Zusammenhang dar, so muss durch weitere Untersuchungen festgestellt werden, welche spezifischen Ursachen die Schmerzen haben.

Hormontherapie
Zyklusabhängige Brustschmerzen sind meist in einem Ungleichgewicht oder einer Fehlfunktion innerhalb des Hormonhaushaltes begründet. Deshalb ist eine Hormontherapie die häufigste Behandlungsmethode. Je nachdem wo die Fehlfunktion lokalisiert wird, kommt ein entsprechendes Hormon zum Einsatz. Dieser Eingriff in den hormonellen Haushalt ist effektiv, kann aber auch Nebenwirkungen nach sich ziehen. Es kann beispielsweise vorkommen, dass durch den medikamentösen Eingriff die Periode ausbleibt. Eine Alternative zur ambulanten Hormontherapie, die ebenfalls effektiv den Hormonhaushalt beeinflussen kann, ist die Verringerung der eigenen Östrogenproduktion durch Reduktion des Gewichtes und der Konsum fettfreier Nahrung.

Entzündungshemmer
Auch Entzündungshemmer können zum Erfolg einer Therapie führen, denn oft sind Entzündungen in der Brust die Folge von hormonellen Fehlfunktionen. Die Nebenwirkungen sind viel geringer als bei einer Hormontherapie. Die Hormone bekämpfen jedoch nur die Folgen und nicht die Ursache. Nach einer erfolgreichen Therapie sind die Beschwerden verschwunden, der Auslöser jedoch- das hormonelle Ungleichgewicht- noch immer vorhanden.

Andere Behandlungsmethoden
Alternative Behandlungsmethoden sind aufgrund der häufig auftretenden Nebenwirkungen einer Hormontherapie sehr beliebt. Das Naturheilverfahren der Phytohormontherapie oder die Methode der Ohrakupunktur bieten Möglichkeiten, die Schmerzen auf unkonventionelle Art zu beseitigen. Es liegen jedoch noch keine Studien vor, die eine nachgewiesene Wirkung der beiden Methoden feststellen.