Therapien bei Akne: Äußerliche Anwendungen

Bei Akne kommt es auf die richtige Akne Therapie an. Um diese individuell abzustimmen, sollte der Hautarzt aufgesucht werden.


Akne – egal in welcher Form auch immer sie auftritt – ist immer eine große psychische Belastung für die Betroffenen. Diese versuchen natürlich mit allen denkbaren Mitteln, dem Pickelansturm im Gesicht Herr zu werden. Es werden Unmengen Reinigungslotionen und Anti-Pickel-Mittel aus der Drogerie besorgt und ausprobiert. Aber oftmals bewirken all diese Kosmetika nur Eines: Sie verschlimmern den Hautzustand.

Grundlage: Umfassende Reinigung des Gesichts
Die Grundlage für eine erfolgreiche Akne Therapie ist die richtige Reinigung. Viele Menschen, die von dieser Hautkrankheit betroffen und schwer gezeichnet sind, haben zudem eine fettige Haut, medizinisch als Seborrhöe bezeichnet. Um die Haut zu entfetten, sollten ausschließlich alkoholische Lösungen oder sogenannte Syndets verwendet werden. Bei diesen handelt es sich um pH-neutrale, synthetische Waschlösungen, welche die Haut stark entfetten und reinigen. Zur unterstützenden Reinigung können auch Kamillen-Dampfbäder eingesetzt werden. Hierfür wird das Gesicht einfach zehn Minuten über ein solches Bad gehalten.

Produkte aus dem Supermarkt
Gerade Jugendliche glauben, mit frei verkäuflichen Drogerieprodukten ihre Hautprobleme lösen zu können. Doch leider wirken diese in den wenigsten Fällen. Die Behandlung sollte immer auf den Betroffenen individuell abgestimmt werden, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen.

Schälende Substanzen vom Hautarzt
Treten Pickel auf, sollte der erste Gang zum Hautarzt führen, der je nach Diagnose eine entsprechende Behandlung beginnen kann. Bei leichten Formen kommen oft schälende Substanzen zum Einsatz, deren Ziel es ist, die Verhornungen zu entfernen, die Mitesser und Co. verursachen. Die Ausführungsgänge der Talgdrüsen werden freigelegt, sodass der Talg an die Oberfläche gelangen kann. Wichtige peelende Substanzen sind beispielsweise Vitamin-A-Säure, Isotretinoin, Benzylperoxid (BPO) und Azelainsäure. Diese Stoffe wirken stark antibakteriell und können Entzündungen vermindern und Mitesser reduzieren.
Der Nachteil einer Schältherapie ist jedoch, dass sich das Hautbild zu Beginn erst verschlechtert: Die Haut spannt, juckt, ist gerötet und schuppt sich, auch können sich weitere Pusteln bilden. Da dies Substanzen die Haut reizen, reagiert diese entsprechend. Werden die genannten Beschwerden als zu belastend empfunden oder gar schmerzhaft, sollte der behandelnde Arzt um Rat gefragt werden.

Unterstützende Heilkräuterbehandlung
Zusätzlich zu den Wirkstoffen, die der Hautarzt verschreibt, können unterstützend Kräuter und Öle eingesetzt werden. Hierfür stehen mehrere Stoffe zur Verfügung:

  • Wassernabelkraut, auch Tigergras: unterstützt den Heilprozess von Wunden und die Zellerneuerung
  • Pfefferminze: kühlt, wirkt antiseptisch, sorgt für eine bessere Durchblutung und lindert Spannungsgefühle
  • Salbei: beugt der Entstehung neuer Pickel vor, virenhemmend
  • Zitronensaft: hat eine desinfizierende Wirkung
  • Heilerde
  • Teebaumöl und Manukaöl


Solarium und Lichttherapie
Positive Effekte auf die Haut hat auch Wärme in Form der Sonne oder des Solariums. Beide Formen trocknen die Haut aus und mindern so die Entzündungen. Wichtig ist, dass die Haut vor dem Sonnenbaden mit einem fettfreien Sonnenschutz eingecremt wird. Nach einem Solariumsbesuch wiederum muss die Haut mit Feuchtigkeit versorgt werden. Ergänzend kann eine Rotlichtbestrahlung unternommen werden. Die Haut wird dreimal wöchentlich für je 15 Minuten bestrahlt. Entzündungen werden so vermindert und die Durchblutung der Haut verbessert.
Aber auch bei diesen Formen der Akne Therapie sollte immer der fachkundige Rat eines Hausarztes gesucht werden.