Thermalwasser: Wirkungsweise

Viele Menschen glauben an die heilende und stabilisierende Wirkung von Thermalwasser, wobei zu beachten ist, dass Wasser nicht gleich Wasser ist.


 Wasser kommt aus verschiedenen Quellen und kann zum Beispiel verschieden viele Mineralien haben. Vor allem Thermalwasser wird häufig eine heilende und wohltuende Wirkung nachgesagt, mit welcher man bei körperlichen Beschwerden wertvolle Besserung erzielen kann. Es wird in immer mehr Bereichen der Medizin verwendet und trägt oftmals sogar einen Großen Teil zur Genesung bei.

Die Wirkung des Heilwassers
Eine bemerkenswerte Wirkung bringt Thermalwasser jedoch immer erst bei häufigeren Anwendungen mit sich. Thermalwasser hat eine extrem belebende und aktivierende Eigenschaft und kann bei häufiger Anwendung das Immunsystem stärken, das Bindegewebe straffen und gestresste Menschen beruhigen. Es hat eine Temperatur von durchschnittlich 36 Grad Celsius, sprich die Temperatur des menschlichen Körpers, was an den Lebensraum als Embryo im Mutterleib erinnert. Aus diesem Grund gibt es auch einige Baby-Schwimmkurse in Thermalbädern. Thermalwasser hat eine faszinierende Wirkung. Sulfidschwefel wird durch die Haut aufgenommen und lagert sich an den erkrankten Stellen des Körpers ab. Dies wiederum führt zu Linderung von Schmerzen und Krankheitszeichen. So sind zumindest einige Theorien. Laut einer Studie konnten 40 Prozent Patienten nach einer Therapie mit Thermalwasser auf eine Vielzahl von Medikamenten verzichten.

Die beste Quelle Europas
In Hévíz befindet sich der größte natürliche Thermalsee aus ganz Europa. Das Wasser dieses Sees heilt die unterschiedlichsten Krankheitsbilder wie zum Beispiel Rheuma, Nervenentzündung, Knochen-, Gelenk- und Wirbelsäulenleiden, dadurch genießt als Heilbad weltweiten Ruhm. Die Wasserergiebigkeit des Hévízer Sees beträgt jeden Tag circa 80 Millionen Liter und hat eine Wasseroberfläche von knapp 50.000. Somit erneuert sich die Wassermenge im See rund alle 28 Stunden. Das Wasser des Sees wird durch geothermische Energie erwärmt. Die Temperatur des Wassers sinkt selbst im Winter nicht unter 22 Grad Celsius.

Wellness aus der Thermalquelle
Thermalwasser erobert allerdings nicht nur die Gesundheitsindustrie, sondern auch unzählige Wellnesslandschaften und Kosmetikunternehmen. Die Kosmetik-Marke Avene arbeitet zum Beispiel auch mit der Kraft dieses Wassers und setzt es sogar in Gesichtspflegeprodukten ein, wodurch eine entspannte und belebte Gesichtshaut erreicht werden soll. Zusätzlich findet man immer mehr Saunalandschaften, die über Thermalbäder verfügen und diese auch gezielt in ihr Marketingkonzept einbauen um auch vom Ruhm des Wunderwassers zu profitieren.