Thermodrucker: Funktionsprinzip und Anwendungsgebiete

Über die Funktionsweise und die Anwendungsmöglichkeiten eines Thermodruckers.


Der Druck mittels Thermodrucker ist eine unter vielen verschiedenen Möglichkeiten etwas zu Papier zu bringen. Jedoch unterscheidet sich die Funktionsweise ganz erheblich von dem eines Tintenstrahldruckers oder Laserdruckers. Es gibt Monochrome, also Drucker die lediglich schwarz drucken können, als auch dreifarbige und vierfarbige Drucker.

Wie das Blatt bedruckt wird
Die Besonderheit ist, dass nicht etwa Zeile für Zeile auf das Papier gespritzt wird, wie bei einem Tintenstrahldrucker, vielmehr arbeitet dieser Drucker mit einem Hochtemperaturverfahren. Daher benötigt der Thermodrucker auch spezielles Papier. Zu beachten gilt aber der damit verbundene höhere Preis für das Spezialpapier. Startet man den Druckauftrag aus einer beliebigen Software, werden die Informationen an den Drucker übertragen. Daraufhin zieht der Drucker das Papier ein und aktiviert, je nach Farbspektrum des Ausdrucks und der Möglichkeiten des Druckers, die entsprechende Farbfolie. Das bedeutet also, dass es für jede Farbe eine spezielle Folie gibt. Diese wird dann auf das Spezialpapier „gedrückt“. Dieser Vorgang wird mit jeder einzelnen Folie wiederholt. Bei einem dreifarbigen Thermodrucker sind also insgesamt drei Vorgänge nötig bis der Farbausdruck fertig ist. Aus diesem recht aufwendigen Verfahren lässt sich schon die teils längere Ausdruckzeit ableiten.

Welche Vorteile gibt es?
Demgegenüber stehen aber die besonders widerstandsfähigen Ausdrucke. Besonders in der Werbebranche sind Thermodrucker beliebt. Da sich so farbechte und vor allem langlebige Ausdrucke erzeugen lassen. Wichtig vor allem für Flyer, Werbung und Werbebanner. Selbst einen Regenschauer kann ein mit diesem Verfahren des Werbedruckes erstelltes Werbebanner unbeschadet überstehen. Durch das regelrechte „Eindrücken“ der Farben auf das Spezialpapier lassen sich auch Logos oder ähnliches aufprägen. Aber auch für Privatanwender kann ein Thermodrucker interessant sein. Durch die farbechten Ausdrucke sind natürlich Hobbyfotografen insbesondere angesprochen. Mit einem Thermodrucker ist für den Anwender der Gang zum Fotolabor überflüssig. Dagegen spricht für einen Privatanwender der höhere Preis der Hardware und vor allem die deutlich höheren Kosten pro Ausdruck. Zu rechnen sind mit etwa 2–3 Euro für eine DinA4-Seite. Das Thermodruckverfahren ist so nicht geeignet für alltägliche oder schnelle Ausdrucke von Briefen oder Informationen aus dem Internet. Am Ende sollte man sich vor der Anschaffung eines Thermodruckers über die Folgekosten im Klaren sein, um kein böses Erwachen zu haben.