Thermopenscheiben: Vor- und Nachteile

Die Firma Thermopane begann ab 1950 das Mehrscheiben-Isolierglas von Amerika zu uns zu bringen, wodurch die Bezeichnung Thermopenscheiben entstand.


Das Isolierglas besteht aus zwei, manchmal auch aus drei einzelnen Glasscheiben, in deren Zwischenräumen sich zu Beginn getrocknete Luft befand, heute jedoch meistens mit Argon- oder Kryptongas gefüllt ist. Da das Kryptongas jedoch wesentlich teurer ist, wird es eher selten eingesetzt. Dies senkt sowohl die Wärmeleitfähigkeit, als auch den Energieverlust, der durch die Glasscheibe entsteht. Zwischen den einzelnen Glasscheiben wird an den äußeren Rändern ein Abstandshalter aus Aluminium, Kunststoff oder Edelstahl zur Trennung eingesetzt. Auf deren Oberfläche befindet sich ein thermoplastischer Dichtstoff, der sich mit den Glasoberflächen fest verbindet, wenn die Scheiben verpresst werden. Natürlich muss das Fenster auch fachgerecht eingebaut und eine ausreichende Dichtung vorhanden sein, damit die Isolierung seinen vollständigen Effekt bekommt. Über diese Wirkung hinaus können mittlerweile auch Fenster gebaut werden, die über einen Schall- Wärme-, Sonnenschutz und Sicherheitsglas verfügen.

 

Vorteile des Mehrscheiben-Isolierglases

Thermopenscheiben senken nicht nur die Energiekosten, da eine Wärmeableitung nach draußen verhindert wird, sondern verbessert somit auch den Wohnkomfort. Selbst wenn es sehr kalt ist, kann man sich in der Nähe des Fensters aufhalten, ohne dass dies als unangenehm empfunden wird. Ein weiterer Vorteil ist, dass mit diesem Fenstern gleichzeitig ein Schallschutz, Sonnenschutz oder Sicherheitsglas integriert werden kann. So benötigt man keine zusätzlichen Baumaßnahmen oder andere Veränderungen, sondern hat alles mit einem Produkt abgedeckt. Im Gegensatz zu den Anfangszeiten der Mehrscheiben-Isolierglas-Produktion wird heute in den Zwischenräumen ein Trocknungsmittel gefüllt, welches verhindert, dass sich zwischen den Scheiben Wasserdampf bilden kann und die Scheibe somit beschlägt. Solche „blinden Fenster“ gehören damit der Vergangenheit an.

Nachteile des Mehrscheiben-Isolierglases

Ältere Fenster mit Thermopenscheiben können noch den Effekt des „Blinden Fensters“ bekommen, der mit der heutigen Produktionsweise jedoch ausgeräumt wurde, wenn das Dichtungssystem intakt bleibt. Wird die Dichtung, welche entweder aus Polyurethan oder aus bestimmten Polysulfiden besteht, beschädigt oder zerstört, erhöht sich im Scheibenzwischenraum die relative Luftfeuchtigkeit und es bildet sich Kondenswasser, wenn die Taupunkttemperatur unterschritten wird. Ein weiterer Nachteil ist, dass die Lebensdauer der Thermopenscheiben bei 30 bis 35 Jahren liegt. Für diese Zeit reicht die Menge des Trocknungsmittels, welches das Wasser zwischen den Scheiben aufnimmt und bindet.