Die Geschichte der Organ- und Thymustherapie
Die therapeutische Erfahrung ist eine wichtige Quelle der Medizin. Leider wird derzeit von wirtschaftlich starken Interessengruppen versucht, Therapien zu begünstigen, die durch ausgewählte, komplizierte und sehr teure Studien bestätigt worden sind. Die Erfahrungen mit Thymusgesamtextrakten sind vielfältig und alt.
Thymustherapie
So ist seit etwa 200 Jahren bekannt, dass junge Tiere und Menschen ohne die Thymusdrüse nicht lebensfähig sind. Vor rund 80 Jahren begannen mehrere namhafte pharmazeutische Firmen parenteral applizierbare Thymus-Extrakte herzustellen, die aber leider mit dem Chemotherapeutika- und Antibiotika – Zeitalter vom Markt verschwanden. In den siebziger Jahren wurde die Thymustherapie intensiv erforscht und die früheren Erfahrungen bestätigt. Der Erfolg des Schweden Sandberg mit seinem THX ermunterte deutsche Ärzte die Therapie mit Thymusextrakten wieder aufzunehmen. Milzpeptide werden seit über fünfzig Jahren in der Immuntherapie, besonders in der Tumortherapie eingesetzt. Regelmäßig wird über die Verbesserung von Appetit und die Steigerung von Körpergewicht, Lebensaktivität und Stimmungslage bericht. Die Hamburger Arbeitsgruppe im Arbeitskreis Immuntherapie e.V. machte in den vergangenen dreißig Jahren besonders gute Erfahrungen mit dem Gesamtextrakt von Thymus und Milzpeptiden.
Aktuelle Bestätigungen der Wirksamkeit von Biological Response Modifiers
Bis vor einigen Jahren war die Diagnostik des Immunsystems aus wirtschaftlichen und technischen Gründen auf Einzelanalysen(z.B. Zählungen der Zellen) beschränkt. Neuerdings können die TH1/TH2 - Zytokininduktion im Modulator Check® und die zytotoxischen Aktivität der NK - Zellen gegenüber einer definierten Tumorzell-Linie (z.B. K562) durch IRM und BRM gemessen werden. Damit gelingt der Funktionsnachweis von BRM (z.B. Thymus- und Milzpeptiden). Die neuesten Entwicklungen der immunologischen Diagnostik, die Chip – Diagnostik, werden wesentliche neue Einsichten in die Zusammenhänge des Immunsystems und der Wirkung von BRM bringen. Mit dieser Methodik werden die freigesetzten Gensequenzen einer Probe analysiert.
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Für die Inhalte dieses Artikels ist der Verfasser Dr. med. Torsten-U. Niecke verantwortlich.